nach oben
Einsatz fraglich: Stuttgarts Christian Gentner war zuletzt krank.  Foto: dpa
Einsatz fraglich: Stuttgarts Christian Gentner war zuletzt krank. Foto: dpa
16.12.2016

Wütend zu Kickers Würzburg: VfB Stuttgart will wieder siegen

42 Tage lang wird der Platz und die Punktzahl des VfB Stuttgart in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga festgeschrieben stehen, wenn Schiedsrichter Lasse Koslowski am Samstag gegen 15.20 Uhr das Spiel des Bundesliga-Absteigers beim Aufsteiger Kickers Würzburg (13.30 Uhr/Sky) abgepfiffen haben wird. Vorentscheidend im Kampf um den Wiederaufstieg ist die Partie nicht. Und VfB-Trainer Hannes Wolf betont, dass die 32 Punkte, die die Mannschaft im Moment auf dem Konto hat, grundsätzlich auch als Überwinterungspolster zufriedenstellend wären.

Aber es gibt doch einige Gründe, warum es besser wäre, drei weitere Zähler zu sammeln.

Der Mensch im Allgemeinen und der Fußball-Fan im Besondern neigt dazu, eher kurzfristig zu denken. Der letzte Eindruck bleibt – im Falle einer Niederlage des VfB in Würzburg wäre es wohl der Eindruck der letzten beiden Begegnungen des Jahres. Denn bislang hat die Mannschaft in der laufenden Saison nie zwei Spiele in Folge verloren. Dazu kommt, dass das 1:2 am vergangenen Montag im Spitzenspiel gegen Hannover 96 zwar nicht unverdient, im Zustandekommen durch den kuriosen Gegentreffer kurz vor Schluss aber unglücklich war. „Das nervt immer noch“, sagt Wolf und betont, „dass daraus auch ein bisschen Wut entsteht in Bezug auf Würzburg“.

Das ändert aber nichts daran, dass noch viel zu tun ist. Das hat gerade das Spiel gegen Hannover gezeigt. In Sachen Ballbesitzspiel kann sich die Mannschaft noch verbessern. Aber nicht nur. Das Problem: Einige Dinge, die schon funktioniert haben, liefen in anderen Spielen wieder schlechter. In der Offensive hat sich der VfB aber deutlich verbessert. An eine so gute Chancenauswertung wie zurzeit erinnert sich kaum ein Fan noch. 31 Saisontreffer sind der zweitbeste Wert der Liga – der Dritte Hannover ist um das eine Tor besser, das Felix Klaus am Montag in der 87. Minute in der Mercedes-Benz-Arena erzielt hat.

Über Torhüter Mitchell Langerak macht sich Wolf keine Sorgen. Der Blackout des Australiers, der zu diesem späten Gegentreffer führte, ist aufgearbeitet. „Wir haben ihn auch in eine fiese Situation gebracht. Das Tor fällt, weil wir mehrfach aufhören zu spielen“, erklärt der Trainer.

Abwehrstarke Gastgeber

Die Stuttgarter Mannschaft erwartet morgen ein ganz anderer Gegner und ein ganz anders Spiel als zuletzt gegen den Mitabsteiger Hannover. Die Würzburger sind als Neuling immerhin Achter. Mit 15 Gegentreffer haben sie die drittbeste Abwehr der Liga.

Hinzu kommt, dass im Stuttgarter Kader „Bewegung“ ist, wie es Wolf ausdrückt. Er wird improvisieren müssen. Abwehrchef Timo Baumgartl fehlt rotgesperrt und wird wohl durch Toni Sunjic ersetzt. Hinter den Einsätzen von Carlos Mané (Achillessehnenreizung), Daniel Ginczek (angeschlagen) sowie Christian Gentner und Emiliano Insua (beide krank) stehen Fragezeichen.