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Stehvermögen ist für die TGS-Handballer in der Abwehr gefragt, wenn es am Dienstag daheim gegen Oftersheim/Schwetzingen geht.   PZ-Archiv/Hennrich
Stehvermögen ist für die TGS-Handballer in der Abwehr gefragt, wenn es am Dienstag daheim gegen Oftersheim/Schwetzingen geht. PZ-Archiv/Hennrich
27.10.2017

Wurfgewaltige Gäste bei der TGS

Pforzheim. In der 3. Liga der Männer hat die TGS Pforzheim auch im Spiel in Haßloch dem Verletzungspech getrotzt und ist dank des Sieges in der Pfalz sogar auf den dritten Tabellenplatz vorgerückt. Im Nordbaden-Duell mit der HG Oftersheim/Schwetzingen gilt es für die Wartberger nun, am Reformationstag (Dienstag, 31. Oktober, 19.00 Uhr, Bertha Benz-Halle), die gute Platzierung zu untermauern.

Markus Bujotzek und Evgeni Prasolov werden weiter verletzt passen müssen, für Filip Prsa ist nach dem Kreuzbandriss die Saison ohnehin abgehakt. Neuzugang Eduard Klyuyko wird erstmals vor dem eigenen Anhang auflaufen, Wunderdinge darf man von ihm aber nicht erwarten. Die Bindung zu den Mitspielern fehlt einfach noch ein Stück weit.

Unter diesen Voraussetzungen wird am Dienstag neben der Kampfkraft der Wartberger viel von der Verfassung der TGS-Abwehr abhängen. Das Torhüter-Duo Sebastian Ullrich und Jonathan Binder müsste wieder die starken Leistungen der vergangenen Wochen abrufen. Denn die vom ehemaligen Nationalspieler Holger Löhr trainierten Gäste haben einen wurfgewaltigen Rückraum. Daniel Hideg (1,92 Meter) traf zuletzt in Backnang gleich zwölf Mal aus dem Feld, auch Spielmacher Simon Förch (1,95 Meter) hat Gardemaß.

Mit großer Überraschung hat Abteilungsleiter Wolfgang Taafel beim Studium der Tabelle aber auch festgestellt, dass seine Mannen derzeit den viertbesten Angriff der Liga stellen. 275 Treffer – das sind nur sechs weniger als beim Spitzenduo Salamander Kornwestheim und die Rhein-Neckar Löwen. Rückraumspieler Florian Taafel belegt mit 69 Toren Rang drei in der aktuellen Torschützenliste der Liga, Maris Versakovs (46) wird für seinen neuen Verein immer wichtiger und übernimmt zunehmend Verantwortung. Und Marco Kikillus (57) ist weiter bei Tempogegenstößen und Siebenmetern gefragt. Die Pforzheimer sind vor allem gegen Schwetzingens Kult-Keeper Daniel Unser gefordert, der gerade in den Eins-gegen-eins-Situationen – seiner Statur zum Trotz – mit großartigen Reflexen überrascht. gl.