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Zum Duell zwischen David Wagner von KSV Ispringen (in Rot) und Alejandro Valdes aus Weingarten könnte es auch in der neuen DRL kommen..   Ripberger, PZ-Archiv
Zum Duell zwischen David Wagner von KSV Ispringen (in Rot) und Alejandro Valdes aus Weingarten könnte es auch in der neuen DRL kommen.. Ripberger, PZ-Archiv
26.09.2017

Zähes Ringen vor dem Start der neuen Liga mit KSV Ispringen

Die Deutsche Ringerliga (DRL) legt am kommenden Wochenende los. Fünf Mannschaften, darunter große Namen wie der VfK Schifferstadt, Germania Weingarten oder der ASV Nendingen, sind am Start. Auch der aufstrebende KSV Ispringen, deutscher Vizemeister 2017, ist dabei. Die Anfang des Jahres gegründete DRL ist eine Konkurrenz zur Bundesliga des Deutschen Ringerbundes (DRB). Die Rebellen wollen ihren Sport, der sich seit Jahren in einer Abwärtsspirale befindet, besser präsentieren und besser vermarkten, so wie es in anderen Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball oder Volleyball bereits geschieht.

Seither liegt die DRL im Clinch mit dem DRB. Der Streit war eskaliert, als der Verband den deutschen Ringern mit einem Kader-Ausschluss drohte, wenn sie für DRL-Club ringen. Weltmeister Frank Stäbler verließ daraufhin den deutschen Meister Germania Weingarten, der Olympia-Dritte Denis Kudla trennte sich von Rekordmeister VfK Schifferstadt.

Der KSV Ispringen startet am kommenden Samstag (19.00 Uhr) mit dem Auswärtskampf beim KAV Eisleben in die Saison. Mit welchem Personal das Team von Trainer und Ringer-Legende Alexander Leipold in Sachsen-Anhalt auf die Matte gehen wird, steht in den Sternen. Denn die Gefahr, dass Ringer, die in der DRL starten, für nationale und internationale Titelkämpfe erst mal gesperrt werden, ist nicht vom Tisch, wie Diana Mehner, die Sportliche Leiterin des KSV Ispringen, mitteilt. So werden mit Sicherheit nicht alle 23 Ringer, die der DRL gemeldet wurden, zur Verfügung stehen. Ganz konkret sind die angedrohten Sanktionen für die Ringer aus der Türkei und Polen. Sie würden bei einem Start in der DRL sicher gesperrt und müssten sogar noch eine Geldstrafe von 10 000 Schweizer Franken berappen. „Sie stehen sicher nicht auf der Matte“, kündigt Diana Mehner an. Deshalb wird man auch nicht die Ispringer Neuzugänge aus der Türkei, Taha Akgül (Olympiasieger 2016) und Riza Kayaalp (Olympiazweiter 2016), kämpfen sehen. Auch der Deutsche David Wagner wird zumindest vorerst nicht im DRL-Team der Ispringer stehen, um ihn vor einer möglichen Sperre zu schützen. Wagner kam aber bereits in der Verbandsliga-Mannschaft des KSV zum Einsatz. „Wir werden in der DRL aber dennoch tolle Kämpfe auf Weltklasse-Niveau sehen. Die Liga ist stark wie nie zuvor“, verspricht Diana Mehner. DRL-Geschäftsführer Markus Scheu sieht das auch so: „Wir werden mit der DRL Ringsport auf höchstem Niveau präsentieren.“

Ein Ziel der DRL ist auch eine besserere Präsentation und Vermarktung des Ringer-Sports. So werden die Kämpfe der DRL live im Internet auf dem Portal sportdeutschland.tv zu sehen sein, kündigt Diana Mehner an.

Seinen ersten Heimkampf bestreitet der KSV Ispringen übrigens am Samstag, 7. Oktober, um 19.30 Uhr gegen den ASV Nendingen.