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Tschüß, CfR Pforzheim: Vor dem Spiel gegen Freiburg verabschiedete Vorstandsmitglied Wolfgang Fischer Filip Milisic, Marc Mägerle, Dirk Prediger, Daniel Schiek, Trainer Teo Rus, Sebastian Rutz, Matthias Fixel und Salvatore Tommasi (von links). Privat
Tschüß, CfR Pforzheim: Vor dem Spiel gegen Freiburg verabschiedete Vorstandsmitglied Wolfgang Fischer Filip Milisic, Marc Mägerle, Dirk Prediger, Daniel Schiek, Trainer Teo Rus, Sebastian Rutz, Matthias Fixel und Salvatore Tommasi (von links). Privat
15.05.2017

Zehn Abgänge stehen fest: 1. CfR Pforzheim plant großen Umbruch

Es war für Nicht-Insider schon überraschend, als sich am vergangenen Samstag im Stadion Holzhof acht Spieler des 1. CfR Pforzheim vor dem Spiel gegen den SC Freiburg II zum Gruppenfoto aufstellten.

Es war für Nicht-Insider schon überraschend, als sich am vergangenen Samstag im Stadion Holzhof acht Spieler des 1. CfR Pforzheim vor dem Spiel gegen den SC Freiburg II zum Gruppenfoto aufstellten. Sebastian Rutz, Dirk Prediger, Matthias Fixel, Marc Mägerle, Janick Schramm, Daniel Schiek, Salvatore Tommasi und Filip Milisic wurden vor der Partie gegen den designierten Meister und Aufsteiger vom CfR-Vorstand verabschiedet. Gehen wird auch Fatih Ceylan. Und bei Ernsto de Santis stehen die Zeichen derzeit auf Abschied. Ceylan wechselt zum Landesligisten TSV Schluchtern, Fixel zum SV Spielberg und Prediger zum SSV Reutlingen. Die Ziele der weiteren Abgänge sind noch unbekannt.

Verabschiedet wurde auch Trainer Teo Rus, dessen Vertrag nicht verlängert worden ist. Wer sein Nachfolger wird, ist offenbar in Spielerkreisen bekannt, der Name des Neuen an der Seitenlinie soll aber erst in der kommenden Woche – nach dem letzten Saisonspiel gegen den SSV Reutlingen – publik gemacht werden. Nach wie vor hält sich hartnäckig das Gerücht, dass der Sportliche Leiter Adis Herceg neuer Trainer wird. Er besitzt auch die erforderliche Trainer-Lizenz und hat Erfahrung in diesem Job.

„Es ist an der Zeit, wir brauchen neue Impulse, wenn wir den nächsten Schritt gehen wollen“, begründet Sportvorstand Torsten Heinemann den relativ großen personellen Umbruch. Der nächste Schritt heißt Aufstieg in die Regionalliga. Er soll in den kommenden Jahren realisiert werden. Schon in der kommenden Oberliga-Saison will der CfR vorne mitmischen. „Wir sind in Kontakt mit vielen Spielern, die bereit sind, diesen Schritt mit dem CfR zu gehen“, sagt Heinemann. Namen nennt er nicht, verspricht aber, dass die Neuen die Qualität haben, den Verein weiter nach vorne zu bringen. „Das sind auch Leute mit Regionalliga-Erfahrung dabei“, so der CfR-Sportchef.

Die Zahl der Neuzugänge soll bei zehn bis zwölf liegen. Bleiben werden auf alle Fälle die Spieler Manuel und Dominik Salz, Joao Tardelli, Ruben Reisig, Serach von Nordheim, Cemal Durmus, Tim Schwaiger, Denis Gudzevic und Laurin Masurica.

Einen derart gewaltigen personellen Schnitt hat keiner im Umfeld des CfR erwartet. Entsprechend lebhaft ist die Diskussion unter den Fans, auch in den sozialen Netzwerken. Vor allem die Abgänge der Leistungsträger Sebastian Rutz, Dirk Prediger und Fatih Ceylan werden von den Fans bedauert. Einige Anhänger des Clubs zweifeln, ob ein derart radikaler Aderlass nicht zuviel des Guten sein könnte. „Dass man so viele Leistungsträger gehen lässt. Ich kann es nicht verstehen“, äußert ein User auf der Facebook-Seite des CfR Bedenken.

Torsten Heinemann erklärt, dass es auch Gewöhnungseffekte gebe bei Spielern, die schon relativ lange im Verein sind. Das sei nicht immer leistungsfördernd. „Deshalb werden wir den Kader jetzt auffrischen. Das ist nach unserer Überzeugung dringend notwendig“, unterstreich der Sportchef. Einige der jetzt verkündeten Abgänge spielen bereits im dritten Jahr beim CfR und waren davor schon ein, zwei Jahre beim TSV Grunbach zusammen in einer Mannschaft aktiv. In der Tat eine relativ lange Zeit im schnelllebigen Fußball-Geschäft.