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Das waren noch Zeiten im Wildparkstadion: Im Mai 2007 bevölkerten Fans des Karlsruher SC nach Spielende das Spielfeld. Freiburg gewann zwar mit 3:0 und wahrte damit seine Aufstiegschancen. Der KSC stand aber bereits als Aufsteiger in die Bundesliga fest.  Foto: dpa 

Zeit für Wildpark-Wehmut: Abschied von der alten KSC-Spielstätte

Karlsruhe. Es war eine schier endlose Geschichte: Jahre und Jahrzehnte lang wurde in Karlsruhe um den Neubau oder Umbau des Wildparkstadions gestritten. Am Ende aber hat der Gemeinderat der badischen Stadt doch Ja gesagt.

Mit 30:17 Stimmen wurde der Neubau am alten Standort beschlossen. Eine deutliche Mehrheit steht also hinter dem Stadionprojekt.

Bei aller Vorfreude auf eine neue Spielstätte für den Karlsruher SC werden die Fans dieser Tage auch mit viel Wehmut zurückblicken. 1955 wurde der Wildpark eingeweiht. 63 Jahre lang haben hier Spieler und Fans Triumphe gefeiert, Tragödien erlebt. Jetzt wird schon das nächste Drittliga-Heimspiel gegen die Würzburger Kickers am 3. November um 14 Uhr die letzte Begegnung im KSC-Stadion sein, bevor die Bagger anrollen. Zuerst wird das Flutlicht demontiert, dann geht es an den Abriss der Blöcke A1 bis A4 – das ist der Bereich links von der Haupttribüne. So wird dann Stück für Stück das bestehende Stadion in ein reines Fußballstadion umgebaut. Anschließend folgt die Kurve mit den E-Blocks, danach die Gegengerade und zum Abschluss die Haupttribüne.

Der Verein hat beschlossen, dass das Spiel gegen Würzburg ganz im Zeichen des Abschieds stehen soll. „Bevor wir nach vorne in die Zukunft blicken, schauen wir am 3. November ein letztes Mal zurück und geben dem Abschied einen würdigen Rahmen. Wir haben dabei eng mit unseren Fans zusammengearbeitet und gemeinsam tolle Aktionen sowie ein besonderes Rahmenprogramm entwickelt“, erklärt KSC-Geschäftsführer Michael Becker. Folgende Planung gibt es:

* Preise wie 1955

20 DM für den Sitzplatz, 10 DM für den Stehplatz – das waren noch Zeiten. Jetzt gilt im Würzburg-Spiel: 10 Euro für Sitzplätze, fünf Euro für Stehplätze (ausgenommen VIP-Bereiche). Schon die Eintrittskarten sind das erste Andenken ans alte Wildparkstadion und kommen im Retrodesign daher. Auch für Dauerkarteninhaber gibt es im Fanshop Einzeltickets in nostalgischen Look. Die Karten sind ab sofort erhältlich. Der Fanshop hat deshalb ausnahmsweise auch am Montag und Dienstag (29. und 30. Oktober) geöffnet.

* Nostalgische Trikots

Die Mannschaft läuft gegen Würzburg im nostalgischen Retrotrikot auf, welches sich an den Leibchen vom ersten Spiel im Wildpark (7. August 1955, 2:2 gegen Rot-Weiß Erfurt) orientiert. Die Retro-Trikots gibt es auch in einer limitierten Auflage von 1955 Stück für die Anhänger zu kaufen, ab Samstag für Mitglieder zum Vorzugspreis, ab dem 31. Oktober im freien Verkauf.

* Der Wildparkstadion-Sonderbecher

Der Trinkbecher mit Wildparkstadion-Aufdruck gibt es zum normalen Pfandpreis von 2 Euro an allen Getränkestanden. Die Stückzahl der Becher ist auf 10.0000 limitiert.

* Poster & Kalender

Im Fanshop am Wildparkstadion und online sind zudem zwei weitere Andenken an das altehrwürdige Stadion zu haben: Für drei Euro ist ein Wildparkposter zu haben, für 9,95 Euro gibt es bald einen Wandkalender.

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