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Im Pokalfinale gibt es für den 1. CfR Pforzheim mit Dominik Salz (am Ball) aus Termingründen ein Wiedersehen mit der Oberliga-Mannschaft des KSC.  Foto: Becker, PZ-Archiv 

Ziel Klassenerhalt: Pokalfinale wird für den 1. CfR Pforzheim fast zur Nebensache

Pforzheim. Die Idee des Deutschen Fußball-Bundes, alle Verbands-Pokalendspiele an einem sogenannten „Tag der Amateure“ zu bündeln und live im TV zu übertragen, ist sicher zu begrüßen.

Über den diesjährigen Termin am Pfingstmontag (21. Mai) kann man allerdings streiten. Denn für diverse Vereine, die ein Pokalfinale erreicht haben, geht es im Saisonendspurt noch um sehr viel. In besonderem Maße gilt dies für die beiden Finalisten im badischen Pokalfinale, Karlsruher SC und 1. CfR Pforzheim. Der KSC bestreitet am Dienstag, 22. Mai, das Relegations-Rückspiel gegen Erzgebirge Aue und wird deshalb fürs Finale im Nöttinger Panoramastadion (12.30 Uhr) am Tag davor die zweite Mannschaft aufbieten.

Oberliga wichtiger

Aber auch für den CfR geht es unter Umständen wenige Tage nach dem Pokalendspiel noch um sehr viel. Am Samstag, 26. Mai, ist letzter Spieltag in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg. Für den CfR könnte das Heimspiel gegen Neckarsulm entscheidende Bedeutung im Kampf um den Klassenerhalt haben. „Im Zweifelsfalle hat der Abstiegskampf bei uns Vorrang vor dem Pokalendspiel“, sagt Gökhan Gökce. Eine durchaus verständliche Einschätzung des CfR-Cheftrainers, da seine Mannschaft auch im Falle einer Niederlage in diesem Finale für den DFB-Pokal qualifiziert ist.

Vielleicht ist die Abstiegsfrage in der Oberliga bis dahin aber auch schon geklärt – zumindest für den CfR. Das wäre der Fall, wenn die Fußballer aus der Goldstadt am Mittwoch (19.00 Uhr) das vorletzte Punktspiel beim SV Sandhausen II nicht verlieren. Dann wären die Pforzheimer gerettet und könnten das Pokalendspiel mit voller Power angehen. Die Partie musste übrigens wegen des Pokalfinales von Samstag auf Mittwoch verlegt werden.

Die Partie im Sandhäuser Hardtwald hat es in sich für den CfR. Die Reserve des Zweitligisten, derzeit als Viertletzter auf dem ersten Abstiegsplatz, kann mit zwei Siegen den Kopf noch aus der Schlinge ziehen. Ein Vorteil für Sandhausen ist, auch dies eine Tücke der Terminplanung, dass die Saison der 2. Bundesliga beendet ist. Trainer Kristjan Glibo kann also personell aus dem Vollen schöpfen und auch Anleihen aus dem Profikader nehmen. „Die werden das auf alle Fälle tun, soweit es möglich ist“, ist CfR-Sportvorstand Torsten Heinemann überzeugt. Und auf Schützenhilfe anderer Clubs braucht der CfR auch nicht zu hoffen, wie jüngste, überraschende Resultate im Tabellenkeller zeigen.

Doch der jüngste 2:1-Sieg des CfR Pforzheim gegen die TSG Backnang macht Mut. „Die Moral war großartig. Backnang hat uns nichts geschenkt“, so Heinemann. Auch Gökhan Gökce bescheinigt seiner Mannschaft hohe Moral und Einsatzbereitschaft: „Die Mannschaft kämpft, das hat man gesehen.“ Die personellen Probleme beim CfR sind nach fünf Englischen Wochen in Folge beträchtlich. Gegen Backnang verletzte sich auch noch Kushtrim Lushtaku schwer. Er ging mit Verdacht auf Bänderriss am rechten Kniegelenk vom Platz. Mit Dominik Salz, Serach von Nordheim, Zvonimir Borac, Toni Suddoth, Eldin Hadzic, Ruben Reisig und Manuel Salz fehlten zuletzt sieben Spieler. Dominik Salz, der sich beim Auswärtsspiel in Spielberg an der Wade verletzte, könnte wieder dabei sein. Hinter dem Einsatz von Tim Schwaiger steht ein Fragezeichen.