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In der Kritik sind die Profigehälter, die der KTV Straubenhardt seinen Turnern wie Fabian Hambüchen zahlt. © Gössele
08.08.2011

Zoff bei Turnern: Bayern kritisieren KTV Straubenhardt

Berlin (dpa) - In der Deutschen Turn-Liga ist ein Streit entbrannt. Nachdem Uli Hager, Abteilungsleiter Turnen beim FC Bayern München, am Wochenende in der „Münchner Abendzeitung“ das Finanzgebaren von Liga-Krösus Straubenhardt kritisiert hatte, wehrte sich der Vizemeister und wies die Vorwürfe zurück.

Bildergalerie: KTV turnt mit Fabian Hambüchen in Heidelberg

„Was der Uli Hager da macht, ist nicht in Ordnung. Es ist doch völlig legitim, wenn ein Turner von einem Verein zum anderen wechselt“, sagte Horst Rapp, der Chef des Fördervereins der KTV Straubenhardt, am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Hager hatte angeprangert, dass Spitzenreiter KTV in der reinen Amateurliga seinen Stars Profigehälter zahle. „Einen Hambüchen wird es beim FC Bayern niemals geben. Wir machen bei diesem Geldwettlauf nicht mit“, hatte Hager kritisiert. Sein Club werde jedes Jahr vom Finanzamt genau überprüft, was die Gemeinnützigkeit betreffe. Mit Blick auf die Badener sagte Hager: „Natürlich werden die auch überprüft, aber da gibt es teilweise unterschiedliche Vorstellungen bei anderen Finanzämtern.“

Aus Sicht der KTV begründet sich die Kritik darin, dass Barren-Europameister Marcel Nguyen vor zwei Jahren von den Münchnern nach Straubenhardt wechselte. „Es ist nicht bloß das Geld, das die Stars lockt. Wir bieten auch Perspektiven in der beruflichen Ausbildung“, konterte Rapp. Er hatte zuletzt auch den früheren Weltmeister Marian Dragulescu aus Rumänien und den russischen Ex-Europameister Maxim Dewjatowski in den Schwarzwald gelockt.