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Laufen am liebsten gemeinsam: Simone Haller (links) und Mona Sefried. Meistens in Keltern, ab und zu aber auch im Enzauenpark wie hier auf dem Bild. 

Zu zweit durch die Morgenstunden: PZ-Aktion "Lauf geht’s" bringt Menschen zusammen

Pforzheim. Wenn viele sich gerade mühsam aus dem Bett quälen, machen Mona Sefried und Simone Haller bereits Kelterns Weinberge unsicher. Die beiden Frauen aus Dietlingen haben sich im Frühjahr zusammen für „Lauf geht’s“ angemeldet. Davor waren beide nur hin und wieder walken gewesen, wollten aber schon länger mal einen Gang höher schalten. „Ich wollte schon immer mal mit dem Joggen beginnen, war aber nicht so ausdauernd bei der Durchführung“, sagt Mona Sefried. Allein sei es eben schwer, sich zu motivieren, meint die 52-Jährige.

Bei einem Gespräch mit Simone Haller erwähnte sie die PZ-Aktion „Lauf geht’s“ und fragte, ob sie sich nicht zusammen anmelden sollten. Auch Simone Haller fand die Idee super. „Ich war auf einer Infoveranstaltung und war begeistert davon, wie gut das alles organisiert ist mit dem Trainingsplan und so weiter“, erzählt Haller, die eigentlich aus einer Läuferfamilie stammt. „Meine Kinder und mein Mann sind schon davor gelaufen, nur ich nicht“, sagt die 44-Jährige und lacht.

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Im Rückblick sind beide froh, gemeinsam den Schritt gewagt zu haben, denn wegen der Corona-Pandemie mussten die geplanten Lauftreffs mit geschulten Trainern zunächst ausfallen. „Zum Glück war aber das Laufen zu zweit erlaubt, alleine hätte ich nicht laufen wollen“, sagt Simone Haller. Mona Sefried sei zudem eine sehr zuverlässige Partnerin, auch wenn sie manchmal etwas Motivation brauche. „Ich habe davor schon andere Sportarten betrieben und habe daher schon eine Grundfitness mitgebracht, die Mona etwas fehlte. Am Berg muss ich sie da ab und zu mitziehen“, sagt Haller. Das mache sie aber sehr gern.

Auch Mona Sefried ist froh, eine Laufpartnerin an ihrer Seite zu haben. „Es ist schöner, wenn man nicht alleine läuft“, sagt die 52-Jährige, die zudem auf die Ratschläge ihrer Laufpartnerin baut: „Simone ist immer gut informiert. Sie kannte sich zum Beispiel auch schon gut mit den Laufuhren aus, die wir tragen.“ Zudem seien Absprachen sehr schnell getroffen, auch da man in der gleichen Straße wohne.

„Wir sind Frühläufer“

Zwischen 6 und 7 Uhr morgens machen sich die beiden Frauen, aus Dietlingen zweimal die Woche auf den Weg. „Es hat sich herausgestellt, das wir beide Frühläufer sind“, sagt Simone Haller. „Es ist einfach ein guter Start in den Tag“, ergänzt Mona Sefried, die wie Haller schon vor „Lauf geht’s“ keine Probleme mit dem frühen Aufstehen hatte. Natürlich hätten auch die hohen Temperaturen im Sommer dafür gesprochen, früh sich morgens ans Training zu machen, erklären beide.

Die Laufstrecke durch die Weinberge ist nicht ohne: „Es gibt viele Berge, aber das ist ja auch gut für die Kondition“, sagt Simone Haller. Für ihre Mühen in den frühen Morgenstunden werden die beiden Läuferinnen regelmäßig entlohnt. Immer wieder begegnen sie Hasen und Rehen, einmal zeigte sich auch ein Salamander. „Deshalb heißt es immer nach vorne schauen, dass uns kein Tier entgeht“, sagt Simone Haller. „So sieht man die Natur sonst nicht, weil man um diese Uhrzeit nicht draußen unterwegs ist“, sagt Mona Seifried.

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Mittlerweile sind beide auch im Gengenbachtal im Lauftreff und fühlen sich dort bei dem Trainerteam von Sport-einmalig um Headcoach Bianca Dicker sehr wohl. „In den Lauftreffs bekommt man noch mal einen anderen Input und Tipps von den Trainern. Die Gruppe, in der wir sind, harmoniert sehr gut“, sagt Mona Sefried. Sie freue sich jedes mal auf den Lauftreff – aber auch auf die Laufeinheiten zu zweit.

Richtige Entscheidung

Auch wenn das Training für den Halbmarathon viel Zeit in Anspruch nimmt, bereuen es die beiden nicht, sich für das „Lauf geht’s“-Programm angemeldet zu haben. „Man wird aktiver“, findet Mona Sefried. „Gerade in Corona-Zeiten, wo nicht viel Sport möglich war, konnte ich was machen“, so die 52-Jährige weiter. „Wenn ‚Lauf geht’s‘ vorbei ist, wollen wir auf jeden Fall weiter laufen“, bekräftigt Simone Haller.

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Anna Wittmershaus

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