MRI_3313.jpg Trainer Michael WITTWER (FCN)
Wird er dieses Jahr den Aufstieg schaffen? Trainer Michael Wittwer hat den FC Nöttingen im Pokal schon zu richtigen Höhenflügen motivieren können, jetzt soll es in der Oberliga super laufen. 

Zum Auftakt warten auf FC Nöttingen und 1. CfR Pforzheim hohe Hürden

Ein gemütlicher Aufgalopp in die neue Saison wird das für den FC Nöttingen und den 1. CfR Pforzheim wahrlich nicht. Wenn die beiden Oberligisten aus der Region am Samstag um 15.30 Uhr zeitgleich mit Heimspielen starten, stehen beide vor großen Herausforderungen. Sowohl FCN-Gegner SGV Freiberg (Saisonziel: vorderes Tabellendrittel) als auch CfR-Kontrahent FV Ravensburg (Platz 1 bis 5) haben vor einer Woche ihre ersten Punktspiele daheim gewonnen, gelten in dieser Saison als ambitioniert.

Das trifft aber auch auf die Gastgeber zu. Die Nöttinger wollen nach dem Abstieg aus der Regionalliga schnell wieder zurück. Dass die Form stimmt, hat das Team von Trainer Michael Wittwer bei der 1:3-Niederlage im DFB-Pokal gegen Bayern München gezeigt. Dennoch gelte es, dieses Spiel schnell abzuhaken. „Wir bekommen keine Punkte geschenkt, nur weil wir gegen die Bayern gespielt haben“, weiß Wittwer. Ebenso ahnt er, dass künftige Oberliga-Niederlagen schnell mit dem Auftritt im DFB-Pokal und daraus resultierender vermeintlicher Überheblichkeit in Verbindung gebracht werden. Deshalb sieht der FCN-Coach seine Spieler in der Pflicht: „Es liegt in ihrer Hand, dieses Geschwätz erst gar nicht aufkommen zu lassen.“

Einen ersten Fingerzeig, dass die lila-weißen Kicker den Fußball-Alltag ernst nehmen, brachte der lockere 5:0-Erfolg in der dritten Runde des badischen Pokals beim FV Brühl. In Sachen Aufstellung bot die Partie eher weniger Hinweise, weil Wittwer einige Stammkräfte schonte. Von den Neuzugängen könnte Eray Gür oder Colin Bitzer spielen.

Freibergs nächster Anlauf

Gegner Freiberg, letzte Saison als Tabellendritter knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt, hat sein Team weitgehend zusammengehalten und mit sechs Spielern von der Spvgg Neckarelz, vom SSV Reutlingen und vom VfR Aalen II verstärkt.

Aufsteiger Pforzheim dürfte mehr neue Gesichter in der Startformation haben, als der Lokalrivale. Die interessanteste CfR-Neuverpflichtung, Dragan Paljic, könnte aber auf der Bank bleiben. Der erfahrene Ex-Profi (Hoffenheim, Kaiserslautern) stieg spät in die Vorbereitung ein und hat noch etwas Nachholbedarf. Doch Trainer Teo Rus hat bei den Neuen andere Eisen im Feuer, zum Beispiel den kopfballstarken Abwehrspieler Bogdan Cristescu oder den dynamischen Serach von Nordheim und den schnellen, dribbelstarken Max Knorn auf den Außenbahnen.

Teo Rus ist optimistisch, aber das ist Gegner Ravensburg auch. Den Schwaben fehlt zwar mit Ralf Heimgartner derzeit eine zentrale Figur. Dafür setzt der FVR auf Torjäger Steffen Wohlfahrt. Der Ex-Profi traf im ersten Punktspiel gegen Bissingen ebenso zum 1:0-Sieg wie im württembergischen Pokal gegen Drittligist VfR Aalen.