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An drei Standorten bereiten sich die rund 140 „Lauf-geht’s“-Teilnehmer auf den Abschlusslauf vor. Für gute Laune und Motivationsschübe sorgen dabei die Trainer.  Foto: pavel1964 - stock.adobe.com (Symbolbild) 

Zusammen läuft‘s am Besten: An drei Standorten bereiten sich rund 140 „Lauf-geht’s“- Teilnehmer auf Abschlusslauf vor

Pforzheim. Sie sind das Herzstück von „Lauf geht‘s“, ohne sie wäre das ganze Projekt überhaupt nicht möglich. Die Rede ist von den Lauftreffs, in denen die Teilnehmer überhaupt erst zusammengefunden haben, wo sie gemeinsam schwitzen, lachen und sich auf den Halbmarathon vorbereiteten. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die Lauftreffs erst acht Wochen nach dem Start der Aktion statt finden.

Diese acht Wochen haben am Ende schon gefehlt, meinen die Trainer. Die Coaches nahmen bei dem Projekt eine wichtige Rolle ein. Sie waren die erste Anlaufstelle bei Fragen und Problemen und sorgten für die nötige Motivation. An drei Standorten (Pforzheim, Gengenbachtal und Kieselbronn) bereiteten sich die Teilnehmer mit ihren Trainern auf den Abschlusslauf vor, der für morgen geplant ist. Dabei können die Teilnehmer dann zwischen einem Halbmarathon, einem 15- oder einem 10 Kilometer-Lauf absolvieren möchten. Der vierte Lauftreff-Standort in Neulingen erlebte leider einen Teilnehmerschwund. Aufgrund von Terminproblemen, Verletzungen und Ähnlichem verteilten sich die Läufer auf andere Lauftreffs oder mussten ganz aussteigen.

Hinweis: Da es sich bei dem Abschlusslauf um eine nichtöffentliche Veranstaltung handelt, wird die PZ vorab keine Details wie Ort und genauen Zeitpunkt veröffentlichen.

Freudentränen im Gengenbachtal

Bianca Dicker von Sport-einmalig reichert schon seit drei Jahren das Lauftraining mit Mobilisations- und Stabilisationsübungen, wie es auch bei  „Lauf geht’s“ der Fall ist,  an. „Daher war ich auch sofort begeister von dem ,Lauf geht‘s‘-Programm“, erzählt sie. „Viele hören mit dem Laufen schnell wieder auf, weil es ihnen zu eintönig ist, aber mit der Kombination aus Laufen, Mobi und Stabi macht das Training Spaß – und ist gesund“, so Dicker. Ihre Begeisterung für „Lauf geht‘s“ geben Dicker und ihr Trainerteam an die Teilnehmer weiter. „Es ist unseren Trainern zu verdanken, dass wir alle so motiviert und gut gelaunt ins Training kommen“, sagt „Lauf geht‘s“-Teilnehmerin Ursula Kazmerovsky. „Ich bin immer motiviert in die Gruppe zu gehen, die Leute hier sind super“, sagt Jule Dettinger. Neben Bianca Dicker gehören Bernd Halbrock, Jasmin Schmidt und Nici Nästle zum Trainerteam, das rund 40 Läufer betreut.

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Haben ein gutes Tempo drauf: Die Athleten des Lauftreffs Gengenbachtal. Foto: Moritz

„Die Gruppe ist sehr wissbegierig, will immer genau wissen warum, weshalb, wieso etwas gemacht wird“, so Dicker. Gelaufen wurde zunächst im Gengenbachtal, für die finalen drei Wochen wurde aber nach Königsbach gewechselt. Da die Lichtverhältnisse im Gengenbachtal abends nicht mehr optimal sind, zog Dicker mit ihrem Lauftreff um und ist nun auf beleuchteten Radwegen unterwegs.

Vor drei Wochen haben die Trainer im Gegenbachtal einen Probe-Halbmarathon angeboten. „Davor wurden wir von vielen gefragt: ‚Glaubst du wir schaffen das?‘ Und dafür sind wir Trainer wichtig, um den Teilnehmern Mut zu machen, weil sie es sich selbst nicht zutrauen“, so Dicker. Nach dem Probelauf sei das ein oder andere Freudentränchen geflossen.

Bei gutem Wetter durch den Enzauenpark

Mit rund 70 „Lauf geht‘s“-Teilnehmern ist der Lauftreff im Enzauenpark der Größte. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte Headcoach Wolfgang Aab vom LC 80 Pforzheim daher am Anfang auch alle Hände voll zu tun. Denn es durften zum Start der Lauftreffs nicht alle gleichzeitig durch den Enzauenpark joggen. Die Gruppeneinteilung sei knifflig gewesen, sagt Aab. Vorab hatte er die Teilnehmer um eine Selbsteinschätzung gebeten. „Die Leistungseinschätzung hat nicht immer gepasst“, erzählt Trainerin Birgül Sapancilar. So mussten bei den ersten Lauftreffs Korrekturen vorgenommen werden. Doch Aab und sein Team meisterten diese Hürde.

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Kennen den Enzauenpark mittlerweile in-und auswendig: Die Teilnehmer des Lauftreffes Enzauenpark. Foto: Moritz

Auch die Teilnehmer würdigen die Arbeit ihrer Trainer. „Der LC 80 macht das super professionell“, lobt Stefan Weiß.Sabine Kirn-Geiger fühlt sich ebenfalls pudelwohl. „Im Lauftreff bekomme ich Tipps und treffe nette Leute“, sagt sie.Das freut die Trainer und auch die Fortschritte der Teilnehmer“ machen sie stolz. „Es ist erstaunlich, wie sich vor allem die Anfänger entwickelt haben“, sagt Aab und denkt dabei auch an die Meilensteinkontrolle. „Die Ergebnisse vom Ranntallauf sind gewaltig. Zumal die Strecke sehr herausfordernd ist.“

Vor drei Wochen versuchte sich der Lauftreff im Enzauenpark schon mal an einem Halbmarathon. „Denhaben sie mit Bravour gemeistert“, so Aab. „Dabei war es der erste richtig ungemütliche Trainingstag.“

Insgesamt sind im Enzauenpark 16 Trainer mit dabei. Neben Aab, Sapancilar und Uber sind das: Maria Dittmann, Inge Aab, Ralf Seifert, Jarunee Seifert, Thomas Honig, Dominik Bardon, Anja Krebs, Cornelia Wacker, Martin von Ehr, Wolfgang Giebner, Patricia Mindermann, Rita Mindt und Nadine Kabbe.

Anspruchsvolle Strecke in Kieselbronn

Mit rund 20 Läufern ist der Lauftreff in Kieselbronn der Kleinste bei „Lauf geht’s“. „Ich glaube, dass wir so wenige sind, weil das Gelände so anspruchsvoll ist“, sagt Stefan Nonnemacher vom TV Kieselbronn, der die Fortgeschrittenen betreut. Beim Abschlusslauf werde das den Athleten des Lauftreffs Kieselbronn entgegenkommen, ist sich Nonnemacher sicher. Durch die kleine Anzahl an Läufern, entwickelte sich schnell eine heimelige Atmosphäre bei dem Lauftreff. „Wir sind uns sehr vertraut geworden in dieser kurzen Zeit“, erzählt „Lauf geht‘s“-Teilnehmerin Uta Faist.

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Anspruchsvolles Gelände fordert Woche für Woche die Läufer in Kieselbronn immer wieder aufs Neue heraus. Foto: Moritz

Auch Nonnenmacher und seine beiden Mitstreiter, Headcoach Tobias Keber und Thomas Deeß haben großen Spaß an der PZ-Aktion. Am Anfang sei es etwas schwierig gewesen, da durch die Coronavirus-Pandemie der Lauftreff erst acht Wochen nach Projektstart beginnen konnte, so Deeß, der die Anfänger betreut. Dennoch ist er mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Es ist erfreulich, dass trotz dem schweren Einstieg die Fortschritte deutlich erkennbar sind“, sagt Deeß. Zwei Einsteiger hätten sich nun dafür entschieden beim Abschlussrennen den Halbmarathon zu laufen. „Einen Halbmarathon nach sechs Monaten – Respekt“, ist Deeß begeistert. Auch Headcoach Tobias Keber ist erstaunt: „Ich bin schon lange dabei und weiß, was es heißt, 21 Kilometer zu laufen. Von null auf Halbmarathon – da muss man schon Respekt zollen“,sagt er.

Keber kümmert sich in Kieselbronn um die Profis, also um diejenigen, die schon vor „Lauf geht‘s“ einiges an Lauferfahrung gesammelt haben. „In meiner Gruppe halten sich alle sehr akribisch an den Trainingsplan, sind mit Feuereifer dabei“, so Keber.

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Anna Wittmershaus

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