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Nach dem Goldstadtpokal 2015 wollen Marius-Andrei Balan und Khrystyina Moshenska auch Gold bei der WM.  Foto: Ketterl
Nach dem Goldstadtpokal 2015 wollen Marius-Andrei Balan und Khrystyina Moshenska auch Gold bei der WM. Foto: Ketterl
18.11.2015

Zwei Pforzheimer Tanzpaare gehören zum Favoritenkreis bei Latein-WM in Wien

Pforzheim/Wien. Wenn am späten Samstagabend in der österreichischen Hauptstadt die Paare zur Siegerehrung bei der Weltmeisterschaft in den lateinamerikanischen Tänzen der Amateure aufs Parkett gerufen werden, erhoffen sich Marius-Andrei Balan/Khrystyna/Moshenska und Timur Imametdinov/Nina Bezzubova vom Schwarz-Weiß-Club Pforzheim (SWC) einen Platz auf dem begehrten Treppchen. „Ja, wir können sogar davon ausgehen, dass Marius und Khrystyna ganz oben stehen werden“, sagt Präsidiumsmitglied Edeltraut Bülling.

Rund 100 Paare sind für die WM im „Multiversum“ Wien-Schwechat von ihren Verbänden gemeldet worden. Jedes Land darf nur zwei Starter benennen. Für den Deutschen Tanzsportverband gab es da kein langes Nachdenken, denn die beiden SWC-Paare haben in diesem Jahr bereits viele herausragende Erfolge erzielt. Dabei hatten sie sich erst im Dezember 2014 zusammengefunden. Marius-Andrei Balan hatte zuvor mit Nina Bezzubova erfolgreich getanzt und unter anderem den Goldstadtpokal 2014 gewonnen. Bei WM und EM im selben Jahr waren sie jeweils Vierte.

Mit der dreifachen Weltmeisterin Khrystyna Moshenska (zuvor mit Aniello Langella für Italien startend) bildet Marius mittlerweile ein ausgesprochenes Siegerpaar, das mit Armen Tsaturyan/Svetlana Gudyno (Russland) seine wohl härtesten Konkurrenten um die Goldmedaille schon zweimal hinter sich gelassen hat. Zuletzt siegte das SWC-Paar bei Turnieren in Warschau (International Open), Lissabon und Bratislava (jeweils World Open). Timur und Nina ihrerseits erreichten vor vier Wochen beim Grand Slam in Moskau mit Rang drei eine Top-Platzierung. Dort gewannen die Weltranglistenersten Tsaturyan/Gudyno vor Charles-Guillaume Schmitt/Elena Salikhova. Die Franzosen werden auch in Wien neben den Russen und deren Landsleute Yuri Simachev/Anastasia Klokotova bei der Medaillenvergabe mit dabei sein.

Fast zwei Jahrzehnte nachdem das frühere Pforzheimer Spitzenpaar Ralf Müller/Olga Müller-Omeltchenko (nach ihrem Wechsel nach Rastatt) den Weltmeister-Titel gewonnen hatte, könnte der Schwarz-Weiß-Club erstmals wieder triumphieren. Wobei es für Khrystyna Moshenska der vierte Triumph wäre, was bei den Amateuren noch niemand erreicht hat. Bei den Profis hat das Pforzheimer Eigengewächs Carmen Vincelj mit Bryan Watson bereits Tanzgeschichte geschrieben: Das Paar sicherte sich ab 1999 neun WM-Titel hintereinander.

www.austrianopen.at

www.swc-pforzheim.de