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Im KSC-Team stimmt es - und die Fans (hier beim Spiel gegen Hannover 96) sind zufrieden. Bisher überzeugte der Karlsruher SC.  Foto: dpa 

Zweitliga-Rückkehrer Karlsruher SC: Weiter Weg nach Kiel soll sich lohnen

Karlsruhe/Kiel. Die Kieler Sportvereinigung Holstein und der Karlsruher SC standen sich in einem Pflichtspiel erst einmal gegenüber. Am 2. Dezember 1978 warfen die Norddeutschen die Badener in der dritten Runde mit 5:2 aus dem DFB-Pokal. Nun steht die Punktspielpremiere an. Holstein erwartet die Karlsruher an diesem Sonntag (13.30 Uhr/Sky). Etwa 1000 Fans werden die Badener zu dem Zweitligaspiel begleiten.

Die Gastgeber sind zwar mit nur einem Zähler aus den ersten beiden Spielen beinahe in den Startblöcken sitzen geblieben. Holstein-Trainer André Schubert sagt jedoch, seine Mannschaft sei sowohl gegen den SV Sandhausen (1:1), als auch bei der 0:2-Niederlage beim SV Darmstadt 98 „das bessere Team“ gewesen. In der ersten Runde des DFB-Pokals wurde seine Schützlinge ihrer Favoritenrollen beim Oberligisten dank eines 6:0-Erfolgs beim FSV Salmrohr gerecht.

Die wesentlich schwierige Aufgabe in der „Kür“, wie KSC-Trainer Alois Schwartz den DFB-Pokal bezeichnet, hatten die Wildparkprofis. Was sein Team beim 2:0-Sieg über Hannover 96 zeigte, hat dem Karlsruher Cheftrainer „richtig gut gefallen“. Schwartz hofft, „dass wir diese Leistung in den Liga-Alltag rüber bringen können.“ Ihren optimalen Saisonstart – zwei Spiele, sechs Punkte, Tabellenführung plus das Weiterkommen im Pokal – habe sich seine Mannschaft „erarbeitet und erspielt.“ So könne sie „mit breiter Brust“ auflaufen.

„Wir dürfen in Kiel aber keinen Schritt weniger tun, als in den bisherigen Spielen“, mahnt Schwartz: „Wir müssen eher noch einen Schritt mehr machen.“ Da Holstein, ähnlich wie Dynamo Dresden oder Hannover, auf Ballbesitz aus seien, „müssen wir kompakt bleiben, geduldig, keine großen Lücken lassen“.

KSC will Spannung hochhalten

Sein Team habe nun gegen einen Mitaufsteiger (SV Wehen Wiesbaden), gegen einen etablierten Zweitligisten (Dresden) und gegen einen letztjährigen Bundesligisten (Hannover) gespielt und gesehen, „wir können mithalten.“ Doch der KSC dürfe nicht nachlassen, betont Schwatz. Das Team müsse „immer an die Grenze gehen.“

In Kiel standen zu Beginn der vergangenen Saison inklusive Trainer Tim Walter fünf frühere KSCler unter Vertrag: Jonas Meffert, Jannik Dehm, David Kinsombi und Dominic Peitz. Kinsombi spielt nur für den Hamburger SV; Peitz schon seit Jahresbeginn für den FSV Mainz II. Dehm hat sich bei einem Testspiel Ende Juli einen Schienbeinbruch zugezogen. Der 24-Jährige Meffert fehlte Kiel im Pokal wegen einer Unterschenkelverletzung, doch gegen den KSC hofft er auf ein – erfolgreiches – Wiedersehen.

Seine bisher erfolgreiche Anfangsformation wird KSC-Trainer Schwartz kaum ändern. Allerdings bringen seine Spieler immer eine große Laufleistung ein. „Wir dürfen nicht überdrehen“, deutet Schwartz frühere Auswechslungen an. „Die Trainingsleistungen sind sehr gut: Das schürt die Konkurrenz.“  

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Grozurek, Wanitzek, Fröde, Lorenz – Hofmann, Pourié