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Ein verrußter Rollladen an der Flüchtlingsunterkunft in Wiernsheim wies im Juni dieses Jahres auf die Brandstiftung eines psychisch verwirrten Franzosen hin.

Attacke auf Wiernsheimer Flüchtlinge: Anklage sieht versuchten Mord

Wiernsheim. Der Prozess nach einer Brandstiftung in einer Wiernsheimer Flüchtlings-Unterkunft startet bald. Ein Franzose muss sich dann vor dem Schwurgericht in Karlsruhe verantworten.

Wegen versuchten Mordes in zwölf Fällen und versuchter Brandstiftung in Wiernsheim muss sich ab Freitag kommender Woche ein zum Tatzeitpunkt 24-jähriger Franzose vor dem Schwurgericht in Karlsruhe verantworten. Das gab die Pforzheimer Staatsanwaltschaft am Donnerstag bekannt. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, am 19. Juni dieses Jahres mit einer Spritzpistole voller Brandbeschleuniger zu einer Flüchtlingsunterkunft in Wiernsheim gegangen zu sein und dort an mehreren Stellen Feuer gelegt zu haben, aus denen allerdings kein größerer Brand wurde.

Der als psychisch auffällig geltende Mann war seinerzeit von Bewohnern überwältigt und von der Polizei festgenommen worden. Der Prozess ist auf drei Verhandlungstage angesetzt. Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt, da es lediglich glücklichen Umständen zu verdanken gewesen ist, dass bei der Tat keine schwereren Schäden entstanden oder gar Menschen verletzt worden sind.

Die Verhandlungstermine vor dem Schwurgericht in Karlsruhe sind am 7. Dezember, 10. Dezember und 12. Dezember jeweils um 9 Uhr. 

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