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Chemieunfall in Knittlinger Firma: Acht Mitarbeiter im Krankenhaus

Knittlingen. In einer Dreherei in Knittlingen hat es am Freitagmorgen beim sogenannten Beizen von Drehteilen eine heftige chemische Reaktion gegeben. Acht Mitarbeiter der Firma wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Bei dem Vorfall, der sich gegen 9.45 Uhr an der Esselbachstraße ereignete, bildeten sich in zwei Fässern Löcher, aus denen Beize austrat. Beim Verdünnen der Beize mit Wasser verteilte sich die Flüssigkeit auf dem Boden und es traten giftige Dämpfe aus. Wegen der erheblichen Gefährlichkeit des Stoffes wurden die Feuerwehr Knittlingen und der Gefahrgutzug der Feuerwehr Niefern-Öschelbronn hinzugezogen, die den Stoff aufsaugen konnten.

Glücklicherweise wurde niemand verletzt, allerdings wurden die acht Mitarbeiter der Firma vorsorglich zur Beobachtung in Krankenhäuser eingeliefert. Die Beamten des Fachgebiets Gewerbe/Umwelt des Polizeipräsidiums Karlsruhe ermitteln nun wegen Verdachts einer schweren Umweltstraftat.

Im Einsatz für das Rote Kreuz waren der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, der Leitende Notarzt, vier Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und der DRK-Ortsverein Knittlingen.