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Aufnahme von Fritz Nonnenmann aus dem Privatbesitz von Eva Alt, der älteren, noch lebenden Schwester des Autors Foto. Alt 

Der Geheimtipp unter Pforzheims Autoren

„Unterm Dach eines mehrstöckigen Mietshauses empfing mich in einem riesigen, nicht sonderlich hellen Raum ein wirbelnder Geist, ein Federchen, zuvörderst ein Invalide, der auch gleich deutlich machte, dass er einer sei. Er öffnete mir die Wohnungstür, schlang mir, badisch akzentuiert, ein paar Wortgirlanden um den Hals, huschte mir voraus, mäanderte durch den Raum, wies einladend auf jenen Stuhl, auf dieses Sofa, bahrte sich auf – das heißt, er schwang sich auf ein hochgestelltes Bett mitten im Zimmer und legte sich, so wie es die Floskel meint, flach.“ So erinnert sich Schriftstellerkollege Peter Härtling an die erste persönliche Begegnung mit Klaus Nonnenmann im Jahr 1961. Am 9. August wäre der in Pforzheim geborene Autor 100 Jahre alt geworden. Er starb im Alter von 71 Jahren bereits im September 1993, ist auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof begraben.

Hunger in der Gefangenschaft und Tuberkulose

Nonnenmann schilderte seine Jugend einst so: „Ich wurde 1922 in Pforzheim geboren. Wir hatten eine

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