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Mit der Drehleiter mussten mehrere Bewohner eines Hauses in Kürnbach gerettet werden. Ein Kellerbrand hatte das Treppenhaus total verraucht. 
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Die Feuerwehr musste mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften nach Kürnbach anrücken, wo ein Keller brannte. 

Haben zündelnde Kinder den Kellerbrand in Mehrfamilienhaus verursacht?

Kürnbach. Möglicherweise haben zündelnde Kinder am Dienstagnachmittag den Kellerbrand in einem Sechsfamilienhaus in Kürnbach ausgelöst. Dafür sprechen mehrere Indizien, auf die Brandermittler des Kriminalkommissariats Bruchsal bei ihren Nachforschungen gestoßen sind.

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Kellerbrand in Kürnbach

Demnach brach das Feuer in einem für Sperrmüll vorgesehenen Abstellraum aus, in welchem auch stapelweise Zeitungen gelagert waren. Ein technischer Defekt sei aufgrund der dafür fehlenden Voraussetzungen weitestgehend auszuschließen.

Die wegen des Verdachts einer Rauchvergiftung in Krankenhäuser eingelieferten zwölf Bewohner konnten noch am Abend beziehungsweise im Laufe der Nacht allesamt aus ihrer Klinik entlassen werden. Eine 12-Jährige soll in einer Erdgeschosswohnung nach Entdeckung des Rauches ihre Freundin und den Hund geschnappt haben und vom Balkon in den Garten gesprungen sein. Andere Hausbewohner harrten geduldig auf Balkonen und hinter Fenstern aus, bis sie von der Feuerwehr mit der Drehleiter und einer Steckleiter gerettet werden konnten. Die Freiwillige Feuerwehr Kürnbach, die mit 25 Mann angerückt kam, erhielt Verstärkung von den Wehren aus Sulzfeld und Oberderdingen-Flehingen mit insgesamt 30 Feuerwehrleuten. Nach rund einer Stunde hatte die Feuerwehr den Kellerbrand gelöscht.

Inzwischen sind auch die Räume in den Obergeschossen des betroffenen Wohnhauses wieder beziehbar, während die Belüftungsmaßnahmen in den darunter liegenden Wohnungen derzeit noch andauern. Es wird damit gerechnet, dass auch hier die Bewohner in Kürze wieder zurückkehren können.

Die angenommene Schadenshöhe von 50.000 Euro bleibt nach Einschätzungen der Kripo unverändert. Zur Klärung der mutmaßlichen Brandstiftung dauern die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Bruchsal noch an. Es wird in diesem Zusammenhang um Zeugenhinweise oder darüber hinausgehende sachdienliche Hinweise gebeten, die der Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter (0721) 939-5555 entgegennimmt.

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