Klausurtagung Unionsfraktion
Armin Laschet (l.) und Markus Söder (r.) wären beide für die Kanzlerkandidatur bereit. 

Laschet und Söder zur Übernahme der Kanzlerkandidatur bereit

Berlin. Die Vorsitzenden von CDU und CSU - Armin Laschet und Markus Söder - sind beide zur Übernahme der Kanzlerkandidatur für die Union bereit. Das teilten sie übereinstimmend am Sonntag am Rande der Klausur der Spitze der Unions-Bundestagsfraktion in Berlin mit.

Laschet sagte, er und Söder hätten ein langes Gespräch miteinander geführt. "Wir haben unsere Bereitschaft erklärt, für die Kanzlerkandidatur anzutreten", berichtete Laschet. Er betonte: "Unser Ziel ist es, in dieser Lage, in der das Land ist, mit einer Kanzlerin, die aus dem Amt geht, so viel Einigkeit wie möglich zwischen CDU und CSU zu leisten, denn es geht um viel."

Söder sagte, er habe mit Laschet ein offenes und freundschaftliches Gespräch geführt - das aber noch nicht abschließend gewesen sei. "Wir haben festgestellt, dass beide geeignet und beide bereit sind." Auch er selbst habe seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt.

Wenn die CDU als große Schwester dies breit unterstütze, sei er bereit, diesen Schritt zu gehen, sagte Söder. "Ich bin bereit zu dieser Kandidatur." Wenn die CDU aber eine andere Entscheidung treffe, werde man dies akzeptieren. Und man werde weiterhin sehr gut zusammenarbeiten.

Mack spricht sich für Söder aus

Klaus Mack. Bürgermeister von Bad Wildbad und CDU-Bundestagskandidat, sprach sich derweil für Söder als Kanzlerkandidat aus.

"Ich verfolge seine Karriere schon lange. Gerade als Heimatminister hat er sich in Bayern sehr für den ländlichen Raum stark gemacht. Seine Gabe, Sachverhalte auf den Punkt zu bringen und entschlossen anzupacken, gefällt mir sehr gut", teilte er mit.

Zugleich stellte er aber klar, dass auch Laschet als Ministerpräsident des größten Flächenlandes aus seiner Sicht "ein guter und geeingneter Anwärter sei".

"Egal wer es am Ende wird, wir werden entschlossen kämpfen, um die Politik in Deutschland weiter gestalten zu können", ließ er wissen.