Minister Müller fordert EU-Reaktion zu «Sea-Watch 3»

Berlin (dpa) - Nach der Festnahme der deutschen Kapitänin des Flüchtlings-Rettungsschiffes «Sea-Watch 3» in Italien erwartet Entwicklungsminister Gerd Müller eine schnelle Reaktion der EU. Die «Sea-Watch»-Kapitänin habe in einer absoluten Notlage gehandelt. Deswegen erwarte er, dass Brüssel ein deutliches Signal sendet und die sofortige Freilassung einfordert, sagte Müller der «Passauer Neuen Presse». Die Kapitänin Carola Rackete hatte trotz eines Verbots der Behörden ihr Rettungsschiff mit 40 im Mittelmeer geretteten Migranten in den Hafen der sizilianischen Insel Lampedusa gesteuert.