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Dentaurum-Geschäftsführer Mark Stephen Pace (rechts) und Abteilungsleiter Dennis Fränkle (links) unterstützen Frank Alber bei der Ausübung seiner Ehrenämter vorbildhaft. Foto: Lutz

Nach Feierabend weiter Vollgas: Wie schaffen ehrenamtliche Politiker das?

Mühlacker/Ispringen. Sitzungen, Ortsbesichtigungen und Wahlkämpfe: Ehrenamtliche Lokalpolitiker sind vielfach gefordert. Wie verträgt sich das mit dem Beruf? Die Pforzheimer Zeitung hat sich schlau gemacht.

Frank Alber hat viel um die Ohren: Der 60-jährige Enzberger ist Spielleiter des örtlichen Fußballclubs Viktoria, er ist Mitglied in zahlreichen Vereinen und als Stadtrat in Mühlacker tätig – nun möchte er sich zusätzlich auch bald im Kreistag einbringen. Alber ist aber vor allem auch eines: voll berufstätig. Und das auch noch im Schichtdienst.

Wie Alber geht es vielen Kandidaten, die sich derzeit für ein Amt bewerben und auf ein gutes Ergebnis bei der Kommunalwahl hoffen. An seinem Beispiel lässt sich aber besonders gut zeigen, wie herausfordernd es ist, verschiedene Tätigkeiten unter einen Hut zu bekommen und sich einzubringen in die Gesellschaft.

„Zur Zeit ist Großkampf“, sagt Alber. Nach der Früh- oder Spätschicht in der Stanz- und Umformabteilung des Ispringer Dentalunternehmens Dentaurum stellt sich Alber an Infostände, sucht den Kontakt zu Bürgern, verteilt Infomaterial über seine Fraktion, die Freien Wähler – oder er besucht eine der vielen Sitzungen des Mühlacker Gemeinderats.

Neben Arbeit und Ehrenamt bleibt kaum Zeit für andere Dinge, doch Alber ist es wichtig, ein aktives Mitglied der Gesellschaft zu sein „und etwas zu bewirken“, wie er sagt. Dass er hierbei seitens des Arbeitgebers unterstützt wird, ist alles andere als selbstverständlich, weiß Alber. Bei Dentaurum aber schätze man es, wenn sich die Leute im Ehrenamt engagieren.

„Wir haben auch viele Mitarbeiter, die bei der Feuerwehr sind oder sich in Verbänden einbringen“, sagt Mark Stephen Pace, Geschäftsführer von Dentaurum. Er lege großen Wert darauf, ein Umfeld zu schaffen, in dem ehrenamtliches Engagement gelebt werden könne. „Letztlich kommt dies der Firma ebenso zugute wie unseren Mitarbeitern“, ist Pace überzeugt. Denn Freiräume zu schaffen bedeute auch, dass die Angestellten keinen psychischen Stress verspürten, wenn sie sich außerhalb des Unternehmens ehrenamtlich betätigten. „So können wir der Gesellschaft etwas zurückgeben und haben letztlich alle etwas davon“, sagt Pace.

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