AdobeStock_107850325
 

Risiko Spinalkanalstenose: Wenn's zu eng wird

Spinalkanalverengungen gehören zu den häufigsten Wirbelsäulenerkrankungen im Alter. Langensteinbacher Rückenexperten referieren am 16. Januar zum Thema.

Die Verengung des Wirbelkanals, die sogenannte Spinalkanalstenose, hat eine Kombination aus angeborenen und erworbenen Faktoren zur Ursache. Bei einer Wirbelkanalverengung leiden die meisten Betroffenen unter einer schleichenden Belastungsanfälligkeit der Beine. Sie können nur noch kurze Strecken gehen und nicht mehr lange stehen. Die Beine fühlen sich schwer und müde an. Charakteristisch sind Schmerzen, die beim Gehen und vor allem bei bestimmten Bewegungen auftreten. Die Rückenexperten Professor Tobias Pitzen, Chefarzt, und Dr. Janis Petrovic, Oberarzt der Wirbelsäulenchirurgie am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach, informieren am 16. Januar ab 19 Uhr über Ursachen, Diagnostik und Therapie der Spinalkanalstenose.

Fast jeder fünfte Patient über 60 mit Rückenbeschwerden leidet unter einer Wirbelkanalverengung. Denn: Im Alter nimmt die Regenerationsfähigkeit der Bandscheiben ab. Degenerierte Bandscheiben werden flacher. Der Abstand zwischen den Wirbelkörpern nimmt ab. Die Spannung der Bänder, die zwischen den Wirbeln verlaufen, sinkt. In der Folge steigt die Beweglichkeit im betroffenen Segment. Das belastet die sogenannten Facettengelenke, die zwei Wirbelkörper miteinander verbinden, zusätzlich. Der Körper reagiert auf die Mehrbelastung mit knöchernen Anbauten am Wirbel. Die Bänder falten und verdicken sich, zusätzliches Bindegewebe wächst. Diese Prozesse verengen den Wirbelkanal und drücken das Rückenmark zusammen.

Aufgrund der krankhaften Veränderungen der Wirbelkörper und Bandscheiben verkleinert sich bei einer Spinalkanalstenose der Durchmesser des Wirbelkanals. Das durch den Wirbelkanal führende Rückenmark bzw. dessen Nervenenden werden zusammengedrückt, wodurch die typischen Beschwerden, wie Lähmungserscheinungen und Empfindungsstörungen entstehen. In schweren Fällen können bestimmte Beinbewegungen nicht richtig oder gar nicht mehr ausgeführt werden. Im weiteren Verlauf kann es zu Querschnittsyndromen wie schlaffer Lähmung der Beine sowie Störungen beim Wasserlassen und beim Stuhlgang kommen. Die Kompression der Nerven im Wirbelkanal kann mitunter zu einer dauerhaften Schädigung führen - im schlimmsten Fall zu einer Querschnittlähmung als Spätfolge.

Infoabend am 16. Januar ab 19 Uhr

Professor Dr. med. Tobias Pitzen, Chefarzt und Dr. Janis Petrovic, Oberarzt der Langensteinbacher Wirbelsäulenchirurgie referieren beim monatlichen Gesundheitstreff, den Infoabenden am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach, über die Ursachen, Diagnostik und Therapie von Spinalkanalstenosen sowohl an der der Hals- wie auch der Lendenwirbelsäule. Dabei stehen konservativen Behandlungsoptionen und etablierte OP-Methoden im Fokus. Petrovic stellt im Speziellen die Möglichkeiten der endoskopischen Wirbelsäulenchirurgie vor. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.