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Vor der Ölbronner Eichelbergschule sollen Container aufgestellt werden, in denen ein Teil der Dürrner Grundschüler unterrichtet wird. Gonzalez
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Die Dürrner Grundschule wird im Jahr 2020 umfassend umgebaut.

Umbau zwingt zu Kompromissen: Schüler müssen rund ein Jahr an andere Schule pendeln

Ölbronn-Dürrn. Es ist eine Lösung, die keine Jubelstürme verursacht, aber am Ende als geringstes Übel gilt und für die Schüler die besten Möglichkeiten bietet: Während des Umbaus der Dürrner Grundschule werden die Kinder in die Eichelbergschule in Ölbronn pendeln müssen.

Dort sollen sie teilweise in Klassenzimmern, teilweise in Containern unterrichtet werden. Diese Entscheidung traf der Ölbronn-Dürrner Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend nach langer, ausführlicher Diskussion.

Die in der Dürrner Schule anstehenden Maßnahmen sind bereits seit etlichen Jahren Gegenstand einer komplexen Debatte – doch für den Erhalt des Schulstandorts sind die Umbauarbeiten unerlässlich. Nun soll es voraussichtlich zu Beginn des kommenden Jahres soweit sein, dass die Bautrupps anrücken können, um mit dem rund zwei Millionen Euro teuren Umbau zu beginnen. Für voraussichtlich rund ein Jahr werden die Schüler dann den Weg nach Ölbronn in Kauf nehmen müssen. „Schulbetrieb und Bauarbeiten parallel stattfinden zu lassen, wäre nur unter sehr schwierigen Bedingungen realisierbar“, sind sich Bürgermeister Norbert Holme, die beiden Schulleiter Ansgar Baumgärtner (Dürrn) und Heike Kreuzberger (Ölbronn) sowie die zuständigen Planer einig.

Im Gemeinderat zeigte man sich allerdings überrascht, dass nun derartige Schritte notwendig werden: Helmut Schneider (FW) betonte, bislang sei man stets davon ausgegangen, dass die Schüler während der Baumaßnahmen in Dürrn bleiben können. Und Hans-Dieter Deuß sowie Ulrich Noller (AB) sagten, sie würden gerne zunächst ein Stimmungsbild der Eltern einholen, bevor eine Entscheidung getroffen werde.

Dass das Gremium letztlich dennoch mit großer Mehrheit zustimmte, lag auch am Werben der Schulleiter für die Lösung. Mit dem Dürrner Elternbeirat habe man die Situation bereits erörtert, erklärte Ansgar Baumgärtner – und hier sei vor allem die Angst laut geworden, dass der Dürrner Grundschulstandort letztlich komplett aufgegeben werde.

Diese Furcht entkräfteten im Rahmen der Sitzung jedoch nicht nur Bürgermeister Holme, sondern auch die Gemeinderäte. Der Umbau der Schule in Dürrn geschehe ja schließlich genau aus dem Grund, den Standort zukunftssicher zu gestalten. „Am Grundsatz, dass es in Dürrn und in Ölbronn eine Schule gibt, wird nicht gerüttelt“, so Holme.

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