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Stuttgart 21

Mahnmal für andere unterirdisch verlaufende Bahn-Projekte? Die Baustelle am Tunnel in Rastatt. Foto: dpa
Baden-Württemberg

Der lange Schatten der Rheintal-Havarie trifft auch Stuttgart 21

Das Unglück auf der Rheintaltrasse sollte aus Sicht von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) ein Weckruf für die Bahn auch beim Milliardenvorhaben Stuttgart 21 sein. Es gelte, die dabei eingegangenen Risiken, insbesondere beim Tunnelbau im quellfähigen Anhydrit, zu minimieren, sagte Hermann. Er habe der Bahn signalisiert, dass er im nächsten Lenkungskreis der Stuttgart-21-Projektpartner einen Bericht erwarte, inwieweit vergleichbare Risiken bei der Neuordnung des Stuttgarter Bahnknotens bestünden, wie man diesen gegebenenfalls begegne und wie das Risikomanagement aussehe. ... mehr

Gezeichnet vom Wasserwerfereinsatz der Polizei gegen S21-Demonstranten im Stuttgarter Schlossgarten: Dietrich Wagner (rechts) und Daniel Kartmann. Foto: dpa
Baden-Württemberg

S21-Opfer reichen Staat die Hand

Mehr als sechs Jahre nach dem Wasserwerfereinsatz gegen Stuttgart-21-Demonstranten haben zwei Opfer eine Entschädigung des Landes Baden-Württemberg akzeptiert. Dietrich Wagner, der seit September 2010 nach Druckstößen aus einem Wasserwerfer gegen seinen Kopf nahezu blind ist, sagte in Stuttgart: „Es ist schön, wenn das Ganze mal befriedet und vorbei ist.“ Der 72-Jährige erhält 120.000 Euro. Er zeigte sich aber zugleich enttäuscht von der Zahlung, die ihm zu gering ist. Die Hälfte davon wolle er an seine Lebensgefährtin weiterreichen, die ihn seit der Verletzung pflege und für ihn sorge. ... mehr

Bahn-Chef Rüdiger Grube in Stuttgart nach der Grundsteinlegung für den neuen Hauptbahnhof im Rahmen des Bahnprojekts Stu
Wirtschaft

Bahn verklagt Partner auf Kostenbeteiligung bei Stuttgart 21

Stuttgart (dpa) - Im Streit um Mehrkosten für Stuttgart 21 will die Deutsche Bahn noch in diesem Jahr Klage gegen das Land Baden-Württemberg einreichen. Sie will damit nach eigenen Angaben verhindern, dass mögliche finanzielle Ansprüche auf eine Beteiligung der Partner an den Mehrausgaben verjähren. ... mehr

Geschafft: Gerlinde Kretschmann, Ehefrau von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Tunnelpatin, freut sich mit den Mineuren über den gelungenen Durchbruch im Albabstiegstunnel. Mit dabei hat sie eine Statue der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute. Foto: dpa
Baden-Württemberg

Bahn feiert Durchschlag im Albabstiegstunnel

Bahnchef Rüdiger Grube hat den Durchschlag des Albabstiegstunnels am Dienstag als wichtigen Meilenstein in der Geschichte des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm gewürdigt. „Baden-Württemberg, Deutschland und Europa profitieren stark vom Bahnprojekt Stuttgart-Ulm“, betonte er bei einer Feier nahe Ulm. Der knapp sechs Kilometer lange Tunnel verbindet das Portal auf der Albhochfläche und die Donaustadt miteinander und überwindet dabei 95 Höhenmeter. Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Norbert Barthle (CDU), lobte die Bauzeit von nicht einmal zweieinhalb Jahren. „Das zeigt, dass der zügige Bau von Verkehrsgroßprojekten in Deutschland möglich ist.“ ... mehr

Dietrich Wagner wurde bei den Wasserwerfer-Einsatz am sogenannten "schwarzen Donnerstag" schwer am Auge verletzt.
Baden-Württemberg

Wasserwerfer-Opfer Wagner soll 120 000 Euro Schmerzensgeld bekommen

Stuttgart (dpa/lsw) - Mehr als sechs Jahre nach dem rechtswidrigen Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Demonstranten im Schlossgarten hat das Land mehreren Opfern Angebote für Schmerzensgeld gemacht. Dem am «Schwarzen Donnerstag» extrem an den Augen verletzten Rentner Dietrich Wagner seien 120 000 Euro angeboten worden, bestätigte dessen Anwalt einen Bericht von «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten». ... mehr

Riesige Baustelle, riesige Kosten und für manchen Politiker etwas zu viel Geheimniskrämerei, was Gutachten oder Prüfberichte betrifft: Stuttgart 21 ist immer noch ein großes Aufregerthema.
Baden-Württemberg

Geheimniskrämerei um Bahnprojekt Stuttgart 21? - Linken-Politikerin fordert Baustopp

Stuttgart. Kurz vor der Grundsteinlegung von Stuttgart 21 haben Projektgegner ihre Kritik bekräftigt. Ein Baustopp sei nötig, sagte die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Leidig mit Blick auf Prüfberichte des Bundesrechnungshofs. Die Behörde hatte kürzlich zwei Berichte an den Bundestag geschickt, wo einer der Texte wegen Bahn-Geschäftsgeheimnissen in der «Geheimschutzstelle» aber dauerhaft unter Verschluss bleibt. Abgeordnete können ihn nur unter Auflagen einsehen. ... mehr

Arbeiter bereiten am 29.07.2016 die Bodenplatte für den Tiefbahnhof des milliardenschweren Bahn Großprojekts Stuttgart 21 in Stuttgart vor. Im Hintergrund steht der Bahnhofsturm.
Baden-Württemberg

Grundsteinlegung für Stuttgart 21 am 16. September

Stuttgart. Mit viel Prominenz feiert die Bahn am 16. September die Grundsteinlegung für den Stuttgart-21-Tiefbahnhof. Erwartet werden Bahnchef Rüdiger Grube, Verkehrsstaatssekretär Norbert Barthle (CDU), Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sowie der Architekt der unterirdischen Durchgangsstation, Christoph Ingenhoven. ... mehr

Bis vor das Bundesverwaltungsgericht kämpften Stuttgart-21-Gegner um die Zulassung eines Bürgerbegehrens. In Leipzig erlebten sie keinen guten Tag.
Baden-Württemberg

Stuttgart-21-Gegner scheitern mit Bürgerbegehren erneut vor Gericht

Leipzig/Stuttgart. Die Initiatoren eines Bürgerbegehrens gegen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 sind vor Gericht erneut gescheitert. Die Stadt Stuttgart habe das Bürgerbegehren zurecht nicht zugelassen, urteilte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Dienstag. (Az.: BVerwG 10 C 7.15) Schon in den beiden Vorinstanzen waren die Kläger unterlegen. ... mehr

Hier entsteht das Jahrhundertprojekt Stuttgart 21.
Baden-Württemberg

S-21-Gegner fordern Bahn-Aufsichtsrat zum Projektausstieg auf

Die Stuttgart-21-Gegner fordern den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn auf, wegen massiver Probleme Alternativen zu dem geplanten Tiefbahnhof ernsthaft zu erwägen. «Es ist höchste Zeit, dass kritisch ausgelotet wird, was die vernünftige Bahnpolitik ist», sagte der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21, Eisenhart von Loeper, am Montag in Stuttgart. Die Kontrolleure des Konzerns treffen sich an diesem Mittwoch in Berlin. Die Bahn will sie über Probleme bei Zeit- und Kostenplanung des Projekts informieren. ... mehr

Blick auf die S21-Baustelle am Stuttgarter Hauptbahnhof. Foto: dpa
Baden-Württemberg

Später fertig und viel teurer: S21-Gegner drängen auf die Wahrheit

Nach Bekanntwerden von neuen Problemen beim Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 fordern die Gegner des Bauvorhabens die Deutsche Bahn auf, alle Karten auf den Tisch zu legen. Die neuerlichen Verzögerungen und die Steigerung der Baukosten zeigten, dass die Bahn allen Versprechen zum Trotz das Projekt nicht im Griff habe, sagte gestern der Landeschef des Verkehrsclubs Deutschland, Matthias Lieb aus Mühlacker. Das Aktionsbündnis gegen das Projekt forderte, „die ganze Wahrheit öffentlich zu machen und die bisher nur bruchstückweise bekanntgewordenen Kostenrechnungen der Deutschen Bahn umgehend überprüfbar zu machen“. ... mehr

Die Arbeiten am Umbau des Hauptbahnhofes in Stuttgart laufen auf Hoch touren.  Foto: dpa
Baden-Württemberg

Kostenexplosion? Gegner von Stuttgart 21 fordern sofortigen Baustopp

Stuttgart. Der Streit über die möglichen Kosten für den Ausstieg aus dem Bahnprojekt Stuttgart 21 geht in eine weitere Runde. Die Gegner des umstrittenen Milliardenvorhabens forderten am Freitag mit Verweis auf neue Berechnungen erneut einen Baustopp. Die Kosten des Weiterbaus liegen demnach zwischen 5,9 und 7,9 Milliarden Euro über denen eines Ausstiegs beziehungsweise Umstiegs auf die Variante eines modernisierten Kopfbahnhofs, wie das Beratungsbüro Vieregg-Rössler in ihrem Auftrag ermittelte. Die Expertise geht von Gesamtbaukosten von 9,8 Milliarden Euro aus. ... mehr

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) hilft in der Villa Reitzenstein dem fast erblindeten Dietrich Wagner, der bei einem überharten Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Demonstranten an den Augen verletzt wurde. Foto: dpa
Baden-Württemberg

Winfried Kretschmann bittet S21-Opfer um Entschuldigung

Stuttgart. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich persönlich bei den Opfern des überharten Polizeieinsatzes gegen Stuttgart-21-Demonstranten entschuldigt. „Wir können die Ereignisse vom 30. September 2010 nicht ungeschehen machen. Wir können auch die körperlichen Wunden, die viele dabei erlitten haben, nicht heilen. Wir können uns nur für das Geschehen aufrichtig und ernsthaft entschuldigen“, sagte der Regierungschef bei einem Treffen in der Villa Reitzenstein. ... mehr