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23.12.2017

Hörfunk-Nachrichten - Samstag, 23. Dezember - 10.00 Uhr

Ihre Ansprechpartnerin: Sandra Ketterer, Tel. 030-2852-31370Die Schlagzeilen:

- Gericht macht bei Familiennachzug Kindeswohl geltend


- US-Regierung will offenbar Waffen an Ukraine liefern


- Päckchen lösen Teilräumung des Bonner Weihnachtsmarkts aus


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Terrorverfahren bei Bundesanwaltschaft fast verfünffacht

Karlsruhe - Die Zahl der Terrorverfahren beim Generalbundesanwalt hat 2017 enorm zugenommen. In diesem Jahr seien rund 1200 Verfahren wegen Terrorismusverdachts neu eingeleitet worden, davon etwa 1000 mit islamistischem Hintergrund, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr fast verfünffacht: 2016 waren es rund 250 Fälle gewesen, davon etwa 200 aus dem Islamismus-Bereich.

Gericht macht bei Familiennachzug Kindeswohl geltend

Berlin - Ein richtungsweisendes Urteil zum Familiennachzug von Flüchtlingen ist nach Informationen der ARD rechtskräftig geworden. Demnach fordert das Berliner Verwaltungsgericht das Auswärtige Amt auf, einem inzwischen 16-jährigen syrischen Flüchtling mit einer schweren Traumatisierung den Nachzug seiner Eltern und Geschwister zu ermöglichen. Dem Jugendlichen war aber nur der subsidiäre, also eingeschränkte Schutz zuerkannt worden. Für diese Gruppe von Flüchtlingen ist der Familiennachzug bis März 2018 ausgesetzt. Als Begründung nannten die Richter demnach das Kindeswohl.

US-Regierung will offenbar Waffen an Ukraine liefern

Washington - Die Regierung von US-Präsident Donald Trump plant offenbar Waffenlieferungen an die Ukraine. Man habe entschieden, die Ukraine mit «verbesserten Verteidigungskapazitäten» auszurüsten, erklärte die Sprecherin des Außenministeriums, Heather Nauert in Washington. Damit wolle man die Bemühungen des Landes unterstützen, die eigene Souveränität und territoriale Integrität zu verteidigen sowie weitere Aggressionen zu verhindern. Der Schritt dürfte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den USA und Russland weiter verschärfen.

Ex-Soldat soll Terroranschlag in San Francisco geplant haben

Los Angeles - Die US-Sicherheitsbehörde FBI hat in Kalifornien einen ehemaligen Marinesoldaten festgenommen, der für den ersten Weihnachtsfeiertag einen Terroranschlag in San Francisco geplant haben soll. Das FBI wirft dem Verdächtigen den Versuch vor, eine ausländische Terrororganisation zu unterstützen. Demnach soll der 26-Jährige Sympathien für die Terrormiliz IS geäußert haben. Als Anschlagsziel habe er den beliebten Pier 39 mit zahlreichen Touristenattraktionen im Nordosten der Stadt gewählt. Er habe Sprengkörper und Sturmgewehre einsetzen wollen.

Päckchen lösen Teilräumung des Bonner Weihnachtsmarkts aus

Bonn - Der Weihnachtsmarkt in Bonn ist am Abend teilweise geräumt worden - wegen mehrerer verdächtiger Päckchen. Zeugen hatten die Polizei gerufen, nachdem sie einen Mann mehrere dicke Umschläge in einen Briefkasten hatten werfen sehen, während er sein Gesicht unter einem Kapuzenpullover verbarg und Einweghandschuhe trug. Am Ende stellten sich die Umschläge als Drogenlieferung heraus.