nach oben
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht die Autoindustrie nicht als lleinverantwortlich für die
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht die Autoindustrie nicht als lleinverantwortlich für die schlechten Luftwerte in einigen deutschen Innnenstädten. Foto: Marijan Murat
12.08.2017

Feinstaub: Kretschmann nimmt Autoindustrie in Schutz

Stuttgart (dpa) - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Autoindustrie in Schutz genommen. Die schlechten Luftwerte in den Städten seien nicht ihr allein anzulasten, sagte der Grünen-Politiker der «Süddeutschen Zeitung».Die EU habe unter Mitwirkung der Bundesregierung Abgasgesetze gemacht, bei denen Ausnahmen die Regel geworden seien. «Das ist schwerstes Politikversagen», sagte Kretschmann. «Es gibt also tatsächlich eine Mitverantwortung des Staates.»

Der Diesel-Gipfel Anfang August sei seiner Meinung nach ein wichtiger erster Schritt zu besserer Luft in den Städten gewesen, sagte Kretschmann der Zeitung weiter. Das Treffen werde von Kritikern zu Unrecht kleingeredet. «Ich rate dringend, ein bisschen von der Zinne runter zu kommen, sonst verharken wir uns zu sehr in der


Vergangenheit». Davon würde die Konkurrenz der deutschen Autoindustrie profitieren.

Kretschmann äußerte zudem Kritik an seiner eigenen Partei: «Eigentlich kämpfen wir Grünen doch gegen den Klimawandel, jetzt sind die Schadstoffe das große Thema», sagte der Grünen-Politiker der «Süddeutschen Zeitung». Diesel werde als Übergangstechnologie weiterhin gebraucht. Die Politik müsse verschiedene Ziele abwägen, auch die Industrie dürfe man dabei nicht aus den Augen verlieren. Die Grünen fordern in ihrem Wahlprogramm, dass ab 2030 nur noch abgasfreie Autos in Deutschland neu zugelassen werden sollen.

In Baden-Württemberg sind die Autokonzerne Daimler und


Porsche beheimatet und zudem große Zulieferer wie Bosch oder


ZF. Vor der Leistung der Ingenieure, die dort arbeiteten, habe er einen «Heidenrespekt», sagte Kretschmann.

Testy
12.08.2017
Feinstaub: Kretschmann nimmt Autoindustrie in Schutz

Es sind doch zwei Probleme: 1. VW hat die sehr lanschen Gesetze gebrochen und mehr betrogen, als der Gesetzgeber zu lässt. 2. Der Gesetzgeber hat alle möglichen Schutzvereinbahrungen unterschrieben und allerlei Tricksereien zugelassen. Jetzt nehmen die Bürger und EU ihn beim Wort und der ganze Schwindel fliegt auf. Da man heute einfache keine Moral mehr von Unternehmen erwarten kann, liegt die Schuld bei der Politik. Und die Autounternehmen sind mehr als entzaubert. "Vorsprung durch" ...... mehr...

rostiger ritter
12.08.2017
Feinstaub: Kretschmann nimmt Autoindustrie in Schutz

Ah, die Politik und nicht der Kapitalismus ist dafür berantwortlich. Brav. Da haben wir ja nochmal Glück gehabt. Sie haben doch bestimmt eine Alternative in petto.;)... mehr...

Testy
14.08.2017
Feinstaub: Kretschmann nimmt Autoindustrie in Schutz

Was soll den ein Wirtschatfsystem dafür können. Wir wählen Politiker, das diese sich um die Regeln des Zusammenlebens kümmern. Moral/Anstand gibt es heute leider kaum noch und im Wirtschaftsleben gleich zweimal nicht, deshalb gibt es immer mehr Regeln. Es ist einfach das Unternehmertum, das schneller, höher, weiter will. Das ist auch gut so. Und noch haben wir eine Sozialmarktwirtschaft. Die wird halt leider schritt für schritt geopfert. Der Politik war bewusst, dass die Autokonzerne ...... mehr...

Anais
14.08.2017
Feinstaub: Kretschmann nimmt Autoindustrie in Schutz

Haben wir das denn, eine soziale Marktwirtschaft? Soziale Marktwirtschaft nennt man das auch in Deutschland, was eigentlich das Ziel dieser Sozialreform des Kapitalismus sein soll. Weit entfernt sind wir in Deutschland – und in der Welt – von diesem Ideal. Soziale Marktwirtschaft ist aber ein Versprechen, welches auch erfüllt werden sollte. Soziale Marktwirtschaft ist dabei durch drei wesentliche Merkmale geprägt: Erstens soll es eine gute Qualität der Arbeitsbedingungen der ...... mehr...