nach oben
Der frühe Produktionsstart ist notwendig, weil der Einzelhandel die ersten Lebkuchen bereits Anfang September in seinen
Der frühe Produktionsstart ist notwendig, weil der Einzelhandel die ersten Lebkuchen bereits Anfang September in seinen Regalen haben möchte. Foto: Daniel Karmann
19.08.2017

Lebkuchen-Produktion läuft jetzt im Hochsommer an

Nürnberg (dpa) - Mitten im Hochsommer haben die ersten Hersteller in Nürnberg mit ihrer Lebkuchenproduktion fürs Weihnachtsgeschäft begonnen. Das erste für die Advents- und Weihnachtsteller bestimmte Gebäck habe bereits Anfang August die Backstraßen passiert, berichteten Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur. In einem Unternehmen wurde die Produktion sogar schon Ende Juli hochgefahren. Der frühe Produktionsstart sei notwendig, weil der Einzelhandel die ersten Lebkuchen bereits Anfang September in seinen Regalen haben möchte, berichteten die Hersteller. In einigen Läden, etwa in einem Supermarkt im oberfränkischen Kulmbach, tauchten die ersten Lebkuchen sogar schon Anfang August auf.

«Wir arbeiten inzwischen in drei Schichten. Die Produktion läuft seit Anfang August unter Volllast», berichtete eine Sprecher des Nürnberger Traditionsunternehmens Lebkuchen-Schmidt. Während der bis Dezember dauernden Lebkuchen-Saison beschäftige das Unternehmen bis zu 800 Leute. Sonst seien es weniger als die Hälfte. Bis September werde dann auch die Bestellannahme hochgefahren, berichtete der Sprecher.

Lebkuchen-Schmidt hat sich auf die Versendung von Lebkuchen spezialisiert. Über eine ausgeklügelte Versandlogistik gelangten die weihnachtlichen Leckereien in die ganze Welt, versichert das Unternehmen. Offiziell startet das Unternehmen erst am 2. September die Lebkuchen-Saison - verknüpft mit einer Feier zum 90. Geburtstag des Unternehmens.

Bei Hersteller ifri Schuhmann, einem Tochterunternehmen der Aachener Lambertz-Guppe, startete die Produktion fürs Weihnachtsgeschäft sogar schon Ende Juli. Auch hier laufen Elisen- oder Schoko-Lebkuchen bis kurz vor Weihnachten rund um die Uhr vom Band, berichtete der leitende ifri-Mitarbeiter Karl Wittmann. «Sonst arbeiten wir mit einer Produktionslinie, seit ein paar Wochen mit drei Linien.»

Dafür, dass bis Anfang September die Regale der Lebensmittel-Supermärkte gefüllt seien, sorgten inzwischen rund 200 Mitarbeiter - rund 70 bis 80 mehr als im Rest des Jahres. ifri-Schuhmann beliefert vor allem den Einzel- und Großhandel in Deutschland mit Nürnberger Lebkuchen. Gebäck, das die Bezeichnung «Nürnberger Lebkuchen» trägt, muss in der Frankenmetropole hergestellt sein.