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Nach dem Umsatzeinbruch im vergangenen Jahr sehen die Möbelhersteller die Talsohle durchschritten. (Archivbild)
Nach dem Umsatzeinbruch im vergangenen Jahr sehen die Möbelhersteller die Talsohle durchschritten. (Archivbild)
17.01.2010

Möbelhersteller sehen Talsohle durchschritten

Köln (dpa) - Nach dem Umsatzeinbruch im vergangenen Jahr sehen die Möbelhersteller die Talsohle durchschritten. «Ich gehe davon aus, dass wir spätestens 2012 wieder Umsätze wie vor der Wirtschaftskrise erreichen werden».

Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), Dirk-Uwe Klaas, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Wichtig ist, dass wir die Qualität deutscher Möbel herausstellen und den Menschen Lust darauf machen, in ihren eigenen vier Wänden etwas zu verändern.» Dazu beitragen sollen die aktuellen Möbeltrends, die von Dienstag an bei der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne in Köln gezeigt werden.

Die Möbelindustrie hatte 2009 einen Umsatzrückgang von 10 Prozent auf rund 18,3 Milliarden Euro verzeichnet. «Wenn es die Abwrackprämie nicht gegeben hätte, wäre das Geschäft für uns bestimmt besser gelaufen», meinte Klaas. Im Gegensatz zu den Herstellern hatte der Möbelhandel seinen Umsatz stabil halten können. Begründet wurde dies unter anderem mit einem steigenden Anteil von Importmöbeln. «Allein Möbel aus China haben 2009 um 10 Prozent zugelegt und werden dieses Jahr wahrscheinlich ein Importvolumen von einer Milliarde Euro erreichen», sagte Klaas.

«Dass der Handel Möbel aus solchen Ländern günstig einkaufen kann, ist natürlich ein Grunddilemma», räumte er ein. Dennoch sei der Handel gefordert, heimische Produkte in den Möbelhäusern stärker zu bewerben. «Ein Marketing nur mit durchgestrichenen Preisen ist fantasielos», sagte Klaas. Stattdessen müssten Aspekte wie Qualität und Nachhaltigkeit in den Fokus gerückt werden.

Bei der sechstägigen Branchenleitmesse IMM Cologne zeigen 1053 Aussteller aus 51 Ländern Neuheiten. An den ersten vier Tagen ist die Messe nur für Fachbesucher geöffnet, am Samstag und Sonntag (23./24. Januar) kann jeder kommen.