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Ein Gesamtverkauf an eine andere Fluggesellschaft gilt wegen der dann hohen Marktmacht des neuen Eigentümers als eher un
Ein Gesamtverkauf an eine andere Fluggesellschaft gilt wegen der dann hohen Marktmacht des neuen Eigentümers als eher unwahrscheinlich. Foto: Roland Weihrauch
21.09.2017

Mögliche Vorentscheidung über Verkauf von Air Berlin

Berlin (dpa) - Bei der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin könnte heute eine Vorentscheidung über den Verkauf an Investoren fallen.Die drei Gläubigerausschüsse des Dachkonzerns, der deutschen Gesellschaft und der Techniksparte sollen nach Informationen aus Branchenkreisen zu entsprechenden Beratungen zusammenkommen. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft nach der Lufthansa hatte Mitte August Insolvenz angemeldet.

Am vorigen Freitag war die Bieterfrist abgelaufen. Eine endgültige Entscheidung über den Zuschlag dürfte der Air-Berlin-Aufsichtsrat wohl zwar erst am Montag treffen. Für den formalen Beschluss könnten nun aber schon die Weichen gestellt werden, hieß es. Wo und wann die Gläubiger tagen, war zunächst nicht bekannt.

Ein Gesamtverkauf der Airline an eine andere Fluggesellschaft gilt wegen der dann hohen Marktmacht des neuen Eigentümers als eher unwahrscheinlich. Mehrere einzelne Bieter hoffen daher auf Teile von Air Berlin.

Kandidaten sind etwa die Lufthansa-Tochter Eurowings, die British-Airways- und Iberia-Mutter IAG, Easyjet sowie ein Bündnis aus Condor und Niki Lauda, dem Gründer der Air-Berlin-Tochter Niki.

Die Gewerkschaft Verdi forderte Bund und Länder auf, unabhängig vom Ausgang des Bieterverfahrens einer Transfergesellschaft für Air-Berlin-Mitarbeiter zuzustimmen. «Schon jetzt ist klar, dass ein großer Teil der Beschäftigten keine Anschlussbeschäftigung bei einem der potenziellen Erwerber finden wird», meinte Verdi-Vorstand Christine Behle. «Daher setzen die Sozialpartner sich für die Gründung einer Transfergesellschaft ein.»

Ein Gesamtverkauf an eine andere Fluggesellschaft gilt wegen der dann hohen Marktmacht des neuen Eigentümers als eher unwahrscheinlich. Foto: Roland Weihrauch

Roland Weihrauch