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Vor allem der Fachkräftemangel und das gesunkene Interesse von Schulabgängern an einer Lehre bereiten den Betrieben Sorg
Vor allem der Fachkräftemangel und das gesunkene Interesse von Schulabgängern an einer Lehre bereiten den Betrieben Sorge. Foto: Jan Woitas
23.04.2019

Nachwuchssorgen belasten Bäcker- und Fleischerhandwerk

Frankfurt/Main (dpa) - Viele Bäcker, aber auch Fleischer geben auf: Innerhalb von zehn Jahren sind unter dem Strich jeweils etwa 30 Prozent der Betriebe in Deutschland verschwunden. Das geht aus Daten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) hervor.«Seit einigen Jahren schließen im Bäcker- und Fleischerhandwerk jedes Jahr mehr Betriebe, als neue eröffnet werden», sagte Herbert Dohrmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Fachverbände des Lebensmittelhandwerks der Deutschen Presse-Agentur.

Waren im Jahr 2008 bundesweit rund 15.337 Bäckereien in der Handwerksrolle eingetragen, waren es Ende 2018 noch 10.926. Die Zahl der Fleischereibetriebe verringerte sich im selben Zeitraum laut ZDH von 18.320 auf 12.897. Nicht nur Bürokratie und Konkurrenz von Discountern und Supermärkten belasten die beiden großen Zweige des Lebensmittelhandwerks.

Vor allem der Fachkräftemangel und das gesunkene Interesse von Schulabgängern an einer Lehre bereiten den Betrieben Sorge. «Das Problem ist der Mangel an qualifiziertem Personal und an Nachwuchskräften, aus denen eine neue Generation von Inhabern entstehen müsste», sagte Dohrmann.

Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung mangelte es den Bäckereien im vergangenen Jahr mit 906 nicht vergebenen Ausbildungsstellen an Nachwuchs. Bei den Fleischereien fehlten 894 Azubis.

Ladygaga
23.04.2019
Nachwuchssorgen belasten Bäcker- und Fleischerhandwerk

unglaublich...von den vielen Fachkräften die gekommen sind und noch kommen, will keiner dabei sein der Bäcker war oder werden möchte ? Wahrscheinlich sind doch die meisten überqualifiziert und beschränken sich darauf die Bevölkerungszahlen der " Deutschen " aufrecht zu erhalten. mehr...

Politesserich
23.04.2019
Nachwuchssorgen belasten Bäcker- und Fleischerhandwerk

nicht ganz. beim fleischmüller arbeiten alleine im birkenfelder fleischzerlegebetrieb rund 400 rumänen, ungarn und slowaken. fast alle sind über werkverträge mit südosteuropäische firmen beschäftig oder als subsubunternehmer. rechnet man die geleisteten stunden mit dem monatlichen lohn ab, dann kommen die leute so auf einen stundenlohn von 5 bis 6 euro. alles legales umgehen des mindestlohngesetzes. würden die bäcker ihren gesellen einen ordentlichen lohn zahlen, hätten sie keine ...... mehr...

Faelchle
23.04.2019
Nachwuchssorgen belasten Bäcker- und Fleischerhandwerk

das Ganze läßt sich auf das Speditionsgewerbe und großen Teilen des Paketdienstes übertragen. Eigentlich müsste ein Paket von einem Online-Händler mindestens 10,--€ Zustellgebühren kosten, wenn die Fahrer einen ordentlichen Lohn bekommen würden. Dasselbe gilt für die Retouren. mehr...

Anais
23.04.2019
Nachwuchssorgen belasten Bäcker- und Fleischerhandwerk

[QUOTE=Ladygaga;317171]unglaublich...von den vielen Fachkräften die gekommen sind und noch kommen, will keiner dabei sein der Bäcker war oder werden möchte ? Wahrscheinlich sind doch die meisten überqualifiziert und beschränken sich darauf die Bevölkerungszahlen der " Deutschen " aufrecht zu erhalten.[/QUOTE] Ihre einfache Denkstruktur schränkt Sie in Ihren Beurteilungen merklich ein. mehr...