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einem Unternehmenslogo handelt es sich um eine Markenform.
Bei einem Unternehmenslogo handelt es sich um eine Markenform. © pixabay.com © geralt (CC0 1.0)
29.07.2015

Stellenwert von Marken- und Datenschutz für Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung

Die Marke, früher auch als Warenzeichen bekannt, gibt einem Produkt oder Unternehmen seine Identität, sie fungiert als Unterscheidungsmerkmal, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen. Um eine Marke nutzen zu können und sie vor dem Missbrauch durch andere Unternehmen oder Privatpersonen zu schützen, sind einige Aspekte zu beachten. Ebenso wichtig wie der Markenschutz ist im Zeitalter der Digitalisierung der datenschutzkonforme Umgang mit persönlichen Daten.

Im diesem Artikel sind die Aspekte Marken- und Datenschutz und ihr jeweiliger Stellenwert für Unternehmen näher beleuchtet.

Markenschutz im Zeitalter der Digitalisierung

Stellenwert von Markenschutz für Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung

Unter einer Marke ist dem Markengesetz zufolge ein rechtlich geschütztes Zeichen zu verstehen, das die Waren und Dienstleistungen eines Unternehmens kennzeichnet und damit diese von denen anderer Unternehmen unterscheidet. Zu den häufigsten Markenformen zählen laut gruenderkueche.de Wort- und Bildmarken, Kombinationen von Wort- und Bildbestandteilen sind ebenfalls oft vertreten, diese sind als Wort-/Bildmarke (Beispiel: Coca-Cola-Flasche + Schriftzug) anzumelden. Namen können als Wortmarken, Logos als Bildmarken (Beispiel: Mercedes-Benz) geschützt werden. Farbmarken (Beispiel: Telekom-Magenta), Geruchsmarken, Geräusche in Form von Hörzeichen (Beispiel: das Jingle des Technologieunternehmens Intel) sowie dreidimensionale Marken sind ebenfalls verbreitet.

Eine Marke ist häufig Dreh- und Angelpunkt von Werbe- und Marketingstrategien, sie spiegelt das Image eines Produktes oder einer Dienstleistung und somit auch des jeweiligen Unternehmens wider. Neben der Unterscheidungsfunktion soll eine Marke weitere Funktionen erfüllen. Zum einen wird durch die Marke das Vertrauen der Kunden in die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen gesichert und bisweilen gestärkt (Wiedererkennungsfunktion), dies steigert in vielen Fällen den Umsatz des Unternehmens. Zum anderen können Firmen ihren Mitkonkurrenten untersagen, identische Marken zu kopieren oder verwechslungsfähige Marken zu verwenden (Verteidigungsfunktion).

Wirtschaftliche Schäden durch Marken- und Urheberrechtsverletzungen

Eine Folge der fortschreitenden Digitalisierung ist ein zunehmender Wettbewerb, dem Unternehmen weltweit ausgesetzt sind und in dessen Zuge Marken- und Urheberrechtsverletzungen kontinuierlich zunehmen. In den Medien wird immer wieder davon berichtet, dass Unternehmen oder Privatpersonen aufgrund von angeblichen Verstößen gegen das Markenrecht eine Abmahnung erhalten oder sich vor Gericht verteidigen müssen.

Genaue Angaben zum tatsächlichen Schaden durch Marken- und Produktpiraterie hierzulande sind nicht möglich. Das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln verweist auf Schätzungen des Markenverbandes in Berlin, demnach liegt der Schaden für die deutsche Wirtschaft alleine bei 40 bis 50 Milliarden Euro jährlich. Zu den am häufigsten gefälschten Produkten zählen Uhren, Taschen, Fahrzeuge, Textilien und Bekleidungszubehör, Schuhe, Spielzeug, Brillen sowie elektronische Waren. Mehr als 90 Prozent der Plagiate stammen aus China und Hongkong.

https://www.youtube.com/watch?v=mgdZn95L94c

Arbeitsplatzverluste durch Marken- und Produktpiraterie in Deutschland

Im Maschinen- und Anlagenbau, einer der Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft, sind nach Angaben des Handelsblatts über 70 Prozent der Unternehmen von Produkt- oder Markenpiraterie betroffen, der geschätzte Schaden betrage jährlich 7,9 Milliarden Euro. Ein Umsatz in dieser Schadenshöhe würde rund 38.000 Arbeitsplätze sichern. Insgesamt gehen in Deutschland jährlich rund 70.000 Arbeitsplätze durch Marken- und Produktpiraterie verloren. Diese Zahlen stammen vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und weisen auf den wachsenden Schaden durch Produkt- und Markenfälschungen hin, dieser befinde sich auf einem Rekordniveau.

Anteil der von Produkt- und Markenpiraterie betroffenen Unternehmen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau, Quelle: Statista GmbH.

Für den Großteil der Plagiate – über 70 Prozent – seien direkte Konkurrenten verantwortlich, lediglich jedes vierte Plagiat stamme aus sogenannten „Underground Factories“, übersetzbar mit Hinterhofwerkstätten. Kunden und Zulieferer folgen als Plagiatoren auf den hinteren Plätzen.

Imageprobleme durch Markenrechtsverletzungen

Neben den wirtschaftlichen Schäden und dem Verlust von Arbeitsplätzen besteht die Gefahr eines Imageverlustes. In vielen Fällen können nur Experten das Originalprodukt und die Fälschung voneinander unterscheiden. Wenn Kunden in den Medien lesen, dass Unternehmen für fehlerhafte Produkte haften müssen, da diese nicht als Plagiate erkannt worden sind, ist ein Imageverlust eine häufige Konsequenz. Des Weiteren müssen die betroffenen Unternehmen auch die Prozesskosten tragen.

Maßnahmen zur Prüfung des Markenschutzes

In Deutschland wird der Schutz einer Marke durch die Eintragung in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) realisiert, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Neben diesem Procedere kann der Markenschutz auch durch die sogenannte Verkehrsgeltung infolge intensiver Nutzung eines Zeichens im Geschäftsverkehr oder durch notorische Bekanntheit erfolgen. Der Nachweis einer Verkehrsgeltung ist relativ teuer, hierbei sind die Kosten vom jeweiligen Markeninhaber aufzubringen. Notorische Bekanntheit erlangen nur Marken von weltweiter Bedeutung.

Durchführung einer Markenrecherche

Der erste Schritt auf dem Weg zur Eintragung einer Marke ist herauszufinden, welcher Schutzumfang im konkreten Einzelfall erforderlich ist. Hierzu ist es für Unternehmen empfehlenswert, sich mit Experten aus dem Bereich Markenrecht auszutauschen und eine Recherche durchzuführen. Die zentrale Frage lautet: In welchem Bereich möchte das Unternehmen derzeit und in naher Zukunft ihr Produkt bzw. ihre Dienstleistung anbieten? Hierbei ist konkret zu eruieren, ob es eine örtliche Festlegung geben soll, beispielsweise auf Deutschland begrenzt oder EU-weit. Zudem muss eine Einteilung in die wichtigsten Waren- und Dienstleistungsklassen erfolgen, sodass die Marke für die ausgewählten Klassen im ausreichenden Umfang genutzt werden kann. Zusätzlich zu den erforderlichen Anmeldeformularen ist hierfür ein Verzeichnis über die anzumeldenden Waren- und Dienstleistungsklassen einzureichen, auf die sich der Markenschutz erstrecken soll. Grundlage für die Einteilung ist die Nizza-Klassifikation, ein internationales Klassifikationssystem für Markenanmeldungen mit insgesamt 45 Klassen, diese sind wiederum in zahlreiche Waren- und Dienstleistungsgruppen unterteilt.

Hinweis: Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) prüft vor der Eintragung einer Marke nicht, ob diese in identischer oder ähnlicher Form bereits existiert. Nachdem das Patentamt sichergestellt hat, dass keine formellen Mängel, z.B. das Fehlen des Waren- bzw. Dienstleistungsverzeichnis oder sogenannte absolute Schutzhindernisse wie die fehlende Unterscheidungskraft bestehen, erfolgt die Eintragung in das Markenregister. Ab diesem Zeitpunkt haben Inhaber älterer Rechte die Möglichkeit, innerhalb von drei Monaten einen Widerspruch in schriftlicher Form gegen die Eintragung der neuen Marke einzulegen. Hat der Widerspruch Erfolg, kann dies zur Löschung der neuen Marke führe


Entspricht die Markenanmeldung den gesetzlichen Vorgaben und ist kein Hindernisgrund festzustellen, beginnt die Schutzdauer gemäß § 33 Markengesetz mit dem Tag der Anmeldung. Diese endet nach zehn Jahren nach Ablauf des Monats, in dem die Anmeldung erfolgte (§ 47 Markengesetz). Nach Ablauf kann die Schutzdauer um jeweils zehn Jahre verlängert werden.

Auf www.markenportal.net sind weiterführende Informationen zum rechtlichen Schutzumfang, zu den Kosten einer Markenanmeldung sowie zu neben einer Marke geschützten Kennzeichen erläutert. Insbesondere für junge Unternehmen ohne großen Erfahrungsschatz beim Anmelden einer Marke empfiehlt sich eine umfassende Beratung, da eine Marke aufgrund einer nicht passenden Auswahl hinsichtlich des Schutzumfangs wegen Verfalls gelöscht werden kann. Demnach ist es wichtig, die Markenschutzanmeldung nur für die passenden Klassen/Gruppen zu beantragen. Regelmäßige fachliche Beratungen sind sinnvoll, da die Märkte ständig in Bewegung sind, dies hat beispielsweise auch Auswirkungen auf die Entstehung von neuen Waren- und Dienstleistungsklassen.

Die Schritte bei der Anmeldung einer Marke.

Beim Schutzumfang einer Marke kann zwischen den folgenden örtlichen Begrenzungen unterschieden werden:

  • Deutsche Marke: Der Schutzbereich der nationalen Marke ist auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland beschränkt, die Marke wird beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet, es erfolgt eine Eintragung in das entsprechende Register.

  • EU-Gemeinschaftsmarke: Die Eintragung einer Gemeinschaftsmarke sichert den einheitlichen Schutz in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU), hierfür ist die Eintragung beim Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) erforderlich.

  • Internationale Markenanmeldung / IR-Marke: Unternehmen, die einen erweiterten Schutzumfang ihrer Marke haben möchten, können bei der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (World Intellectual Property Organization, WIPO/ Organisation Mondiale de la Propriété Intellectuelle, OMPI) einen Antrag auf Internationale Registrierung (IR) stellen.

  • Nationale Markenanmeldungen im Ausland: Es ist wichtig zu wissen, dass es keine internationale Marke gibt, die in allen Ländern der Welt gilt. Die Internationale Registrierung von Marken greift ausschließlich in den Ländern, die die entsprechenden Abkommen und Protokolle ratifiziert haben. Wenn Unternehmen ihre Marke darüber hinaus schützen möchten, müssen sie für jedes Land gesondert einen Antrag stellen.

Überprüfung der Aktualität des Schutzumfangs einer Marke

Im Zuge der Eintragung einer Marke erwirbt der Inhaber nicht nur Rechte, sondern muss auch bestimmte Pflichten erfüllen. Das Informationszentrum Patente des Regierungspräsidiums Stuttgart hat einige Pflichten an dieser Stelle zusammengetragen. Wie bereits angeführt, endet die Schutzdauer nach zehn Jahren, diese kann durch die Entrichtung einer Verlängerungsgebühr um jeweils zehn weitere Jahre verlängert werden. In der Regel wird der Markeninhaber an die Einhaltung der Fristen nicht erinnert, er muss diese selbst überwachen.

Des Weiteren empfiehlt sich die Einrichtung einer sogenannten Kollisionsüberwachung. Hierbei wird der Markeninhaber auf ähnliche oder mögliche verwechselbare Markenanmeldungen jüngeren Datums verwiesen. Innerhalb der dreimonatigen Widerspruchsfrist ab dem Tag der Anmeldung der anderen Marke hat der ältere Inhaber die Möglichkeit, Widerspruch beim Patentamt einzureichen. Das entsprechende Verfahren ist relativ einfach und kostengünstig zu bewerkstelligen, zudem kann ein Löschungsantrag gestellt werden, diese Möglichkeit steht ebenfalls ausschließlich dem älteren Markeninhaber offen. Dieses Verfahren findet vor einem ordentlichen Gericht statt und bringt im Falle eines Prozesses erheblich höhere Kosten mit sich als ein Widerspruchsverfahren vor dem Patentamt.

Ist eine Marke rechtens eingetragen, kann das Zeichen (die Marke) mit einem Registrierungsvermerk, eine bekannte Kennzeichnung ist der Buchstabe R in einem Kreis (®), benutzt werden. Es handelt sich hierbei um keine verpflichtende Maßnahme, sie bringt jedoch einige Vorteile mit sich. So verweist der Markeninhaber mit diesem Vermerk auf sein registriertes Zeichen/seine registrierte Marke, dies schreckt möglicherweise vor einer Markenrechtsverletzung ab. Die Verwendung des Registrierungsvermerks im Falle einer Nichtanmeldung stellt eine sogenannte „Markenberühmung“ dar und kann diesem Blogeintrag zufolge eine Abmahnung mit teilweise hohen Kosten nach sich ziehen. Neben dem erwähnten ® gibt es folgende weitere Kennzeichen im Zusammenhang mit Marken- oder Urheberrechten:

  • TM Unregistered Trademark zur Kennzeichnung nicht registrierter Warenmarken im Markenrecht der angloamerikanischen Rechtssprechung.

  • SM Service Mark im Falle einer Eintragung in einem Markenregister in angloamerikanischen Kreisen.

  • ©: Weltweit anerkanntes Symbol für Urheberrechte, dies ist jedoch nicht auf Markenrechte anzuwenden.

Anstelle eines Kennzeichens kann eine Marke mit einem schriftlichen Zusatz in der jeweiligen Landessprache markiert werden, z.B. hierzulande der Zusatz „Eingetragene Marke“. In Print- oder Onlinemedien ist zudem die folgende Variante möglich:

Das Logo XY ist eine eingetragene Schutzmarke des Unternehmens A“.

Vorschriften zur Benutzung einer Marke

Ab dem Zeitpunkt der Registrierung sollte die Marke innerhalb von fünf Jahren in einem ausreichenden Umfang genutzt werden. Wird die Marke in diesem Zeitraum gar nicht oder nur unzureichend benutzt, kann die Löschung beantragt werden. Dies erfolgt nicht von Seiten des Patentamtes, sondern infolge einer Beantragung durch Dritte. In diesem Fall muss die angeklagte Partei belegen, dass die Marke in ihrer registrierten Form für die entsprechend angemeldeten Waren oder Dienstleistungen zum Einsatz kommt. Die Erbringung der Nachweise kann beispielsweise in Form von Produktverpackungen, Etiketten oder durch Broschüren erfolgen. Um für so ein Verfahren gewappnet zu sein, empfiehlt es sich, die entsprechenden Unterlagen sorgfältig zu archivieren.

Wird die Marke in einer Form genutzt, die von den Regularien im Zuge der Registrierung abweicht, steht die Frage im Fokus, ob und inwieweit die charakteristischen Eigenschaften der originalen Form verändert werden. Falls die aktuelle Form der Marke zu stark von der registrierten Form abweicht, empfiehlt sich eine Neuanmeldung. Ein Indikator ist der Wiedererkennungswert der geänderten Marke bei der jeweiligen Zielgruppe.

Ferner empfiehlt es sich, das Warenverzeichnis der Marke dahingehend zu überprüfen, ob diese nach wie vor die derzeitigen Interessen abdeckt. Es ist nicht möglich, das Waren- und Dienstleistungsverzeichnis nachträglich zu erweitern, Einschränkungen sind indes durchführbar. Ist bei der ersten Markenanmeldung ein breites Warenverzeichnis nicht vorausschauend angemeldet worden, sollte eine Erweiterung des Produktportfolios durch Neuanmeldungen erfolgen, sodass deren Schutz gesichert bleibt.

Eine Änderung des Unternehmensnamens und/oder der Firmenadresse sollte ebenfalls im Markenregister vermerkt werden. Geschieht dies nicht, kann es zu Problemen bei der Durchsetzung der eigenen Markenrechte mithilfe der sogenannten Aktivlegitimation – die Berechtigung, aus der Marke gegen Dritte vorzugehen - im Falle einer rechtlichen Auseinandersetzung führen.

https://www.youtube.com/watch?v=uTex93fn8kQ

Anpassung des Markenschutzes an die Anforderungen einer zeitgemäßen Markenkommunikation

Das abgestimmte und durchdachte Führen und Verwalten einer Unternehmensmarke ist zentraler Bestandteil einer Unternehmensstrategie. Im Zuge der fortschreitenden Technologisierung stellt eine stimmige und effiziente Markenführung die Firmen heutzutage vor komplexere Herausforderungen als noch vor einigen Jahren. Die Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden hat sich im Zeitalter der Digitalisierung verändert, sie ist interaktiv geworden. Unternehmen müssen ihre Marke mitunter ständig weiterentwickeln, um sie beispielsweise an neue Kommunikationsformen anzupassen. Um zu gewährleisten, dass die Konsumenten ein positives Image von der Marke erhalten, sind rechtliche Auseinandersetzungen über die Berechtigung der Nutzung und den Bestand der Marke zu vermeiden.

Ein erster Schritt zum Markenschutz stellen deutlich sichtbare Kennzeichen dar, beispielsweise Logos oder charakteristische und ungewöhnliche Farben. Diese Kennzeichen sind für geübte Fälscher jedoch leicht nachzuahmen. Eine ausgereifterer Markenschutz umfasst laut dieser Quelle Markierungen, deren Technologie nur schwer zu kopieren und am Markt nicht frei verfügbar ist.

 

  • Spezielle Druckverfahren, z.B. Hologramme, digitale Wasserzeichen, fälschungssichere Etiketten oder eine für jede Ware individuelle Kennnummer.

  • QR-Codes: Hierbei handelt es sich um einen zweidimensionalen, optischen Code. Dieser enthält eine Vielzahl an Informationen, um Waren eindeutig identifizieren und zuordnen zu können.

  • RFID (Radio-frequency identification) bezeichnet eine Technologie zum Identifizieren von Objekten mit Radiowellen. Hierbei sind die Produkte mit RFID-Tags versehen, die sich nur mit einem speziellen Lesegerät auslesen lassen. Stimmen die angezeigten Informationen mit den entsprechenden Daten überein, ist die Echtheit des Produkts bestätigt.

Datenschutz im Zeitalter der Digitalisierung

Datenschutz als Qualitätsmerkmal für Unternehmen

Offener und transparenter Umgang mit erhobenen Daten

Die fortschreitende Digitalisierung macht es für Firmen aus mehreren Gründen erforderlich, sich mit dem Thema Datenschutz intensiver auseinanderzusetzen. Strenge Datenschutznormen können dazu führen, dass sich Unternehmen bei der Analyse und der anschließenden Nutzung großer Datenmengen (Big Data) zu weit aus dem Fenster lehnen. Datenschutz bedeutet die Achtung von Persönlichkeitsrechten anderer Personen, gemäß den Datenschutzregeln in Deutschland muss ein Kunde die umfassende Nutzung seiner Daten genehmigen. Ferner verfügt der einzelne Verbraucher über ein weitläufiges Auskunftsrecht und kann die Nutzung der Daten zu jedem Zeitpunkt widerrufen.

https://www.youtube.com/watch?v=VF5A2JhiJug

In der Geschäftswelt können konkurrierende Unternehmen oder Verbraucherschutzverbände nach Auskunft dieser Webseite aufgrund einer unterlassenen oder fehlerhaften Datenschutzbelehrung eine Unterlassung fordern. Ebenso sind Datenschutzbehörden in der Lage, die Löschung von erhobenen Daten im Falle einer nicht wirksamen Einwilligung der betroffenen Person anzuordnen.

Für Unternehmen kann Datenschutz ein Qualitätsmerkmal darstellen, mit dem sich das Vertrauen der Kunden steigern lässt. Voraussetzung hierfür ist ein sensibler Umgang der Firmen mit persönlichen Daten.

Ein sicherer und transparenter Umgang mit Daten ist ein Qualitätsmerkmal für Unternehmen.

Höheres Kundenvertrauen durch Datenschutz

Der transparente Umgang mit personenbezogenen Daten stellt für Unternehmen ein Qualitätsmerkmal dar, das häufig zu mehr Kundenvertrauen führt. Unternehmen können sich ihre Anstrengungen in diesen Bereichen zertifizieren lassen, damit diese sichtbarer für die Konsumenten werden.

Das grundlegende Ziel von Datenschutz-Gütesiegeln ist wirtschaftsdienst.eu zufolge die Identifizierung und Kennzeichnung von Prozessen, IT-Produkten und IT-Dienstleistungen. Bei der Vergabe von Gütesiegeln ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen Siegeln, die entweder durch öffentliche Stellen oder durch private Institutionen vergeben werden. Bei Letzteren ist eine Unterscheidung vorzunehmen in solche, die entweder gemeinnützig oder gewinnorientiert agieren. Des Weiteren unterscheiden sich die Siegel auch in Art und Umfang der Analyse und Bewertung. Zum einen gibt es Bewertungssysteme hinsichtlich des Käuferschutzes beim Online-Shopping. Die Bewertung umfasst hierbei die Informationsverarbeitung und Vertragsgestaltung, Lieferkonditionen sowie die Nachbearbeitung im Anschluss an den Erhalt der Ware. Beispiele für entsprechende Gütezeichen sind die D21-Initiative (Trusted ShopsGuarantee), das Prüfsiegel des TÜV SÜD (Safer Shopping) und das Siegel des EuroHandelsinstitut EHI Retail Institute (EHI geprüfter Online Shop). Zum anderen gibt es Siegel, die sich auf technische Standards konzentrieren, z.B. die Common Criteria für Sicherheit in der Informationstechnik und eine Reihe von TÜV-Siegeln.

Eine Übersicht über in Deutschland angebotene Datenschutzsiegel und Datenschutzzertifikate hat die Stiftung Datenschutz herausgegeben.

Maßnahmen für einen datenschutzkonformen Umgang mit persönlichen Daten

Auswahl und Steuerung von externen Dienstleistern

Laut der Neuregelung von § 11 des Bundesdatenschutzgesetzes vor einigen Jahren müssen Unternehmen beim Übertragen von Aufträgen zur Datenverarbeitung an externe Dienstleister strenge Auflagen einhalten. So sind etwa die Vertragspartner dazu verpflichtet, Regelungen zum Datenschutz schriftlich festzuhalten. In diesem Zusammenhang bietet der Branchenverband BITKOM den Unternehmen Hilfe bei der Auftragsverarbeitung in Form von kostenlosen Musterverträgen an. Auf diesem Weg soll sichergestellt werden, dass die Vertragspartner ihre jeweiligen Pflichten einhalten und dass die Daten gesetzeskonform verarbeitet werden.

https://www.youtube.com/watch?v=2kaDlF-kUM8

Unternehmensinterne Regelungen zu technischen sowie organisatorischen Mindeststandards

Unternehmen sollten aus eigener Initiative interne Regelungen zur Datenlöschung entwickeln. Konsequent und rechtzeitig gelöschte Daten können nicht mehr wiederverwendet werden, dies schützt die Firmen vor möglichen rechtlichen Prozessen aufgrund von Datenpannen. Darüber hinaus setzt es Anreize zum Aufbau einer transparenten und somit auch effizienten IT-Infrastruktur, da eine umfassende und korrekte Löschung von Daten nur durch eine genaue Übersicht der Datenverarbeitungssysteme möglich ist. Die Entwicklung einer umfassenden IT-Sicherheitsrichtlinie sorgt für die Festlegung von einheitlichen und verbindlichen technischen sowie organisatorischen Mindeststandards.

Erarbeitung einer Richtlinie zum Datenschutz

Durch die Entwicklung einer unternehmensinternen Richtlinie zum Datenschutz können die relevanten Prozesse gebündelt werden. Einheitliche Prozesse zur Beschaffung von IT-Systemen, die Ernennung eines Datenschutzbeauftragten sowie der korrekte Umgang mit Datenschutzbehörden stärken das Image des Unternehmens in diesen Bereichen. Die regelmäßige Schulung der Angestellten hinsichtlich des Umgangs mit sensiblen Daten und mit unternehmensinternen Richtlinien sendet ein Signal an die Kunden sowie an die Geschäftspartner, dass das Thema Datenschutz einen zentralen Stellenwert einnimmt.

Fazit

Bei der Markenanmeldung handelt es sich um eine Investition, die sich für Unternehmen grundsätzlich, unabhängig von ihrer Größe, lohnt. Da der Markenschutz mit einer Vielzahl an rechtlichen Problemen verknüpft ist, empfiehlt es sich, auf professionelle Hilfe zurückzugreifen. Unbedachte Handlungen können auf diesem Feld dem Unternehmen und somit den Mitarbeitern erheblichen Schaden zufügen, der im schlimmsten Fall den Ruin bedeuten kann. Ein immer wichtigerer Aspekt ist auch das Thema Datenschutz, dieser sollte nicht als notwendiges Übel, sondern als ein Zeichen von Qualität aufgefasst werden.

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