Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko im Kanzleramt. Foto: Michael Kappeler
Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko im Kanzleramt. Foto: Michael Kappeler

SPD kritisiert Merkel wegen Treffens nur mit Poroschenko

«Es ist ein politischer Fehler und befremdlich, dass Frau Merkel Poroschenko anderthalb Wochen vor der Wahl (in der Ukraine) getroffen hat», sagte Schmid dem «Spiegel». «So ist der Eindruck einseitiger Parteinahme entstanden.» Merkel hätte besser - wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron - das Gespräch auch mit dem Herausforderer Wolodymyr Selenskyj suchen sollen.

Im Osten der Ukraine bekämpfen sich seit fünf Jahren Regierungstruppen und von Russland unterstützte Separatisten. Merkel hatte Poroschenko am Freitag empfangen und dies damit begründet, mit ihm dringende Themen besprechen zu müssen. Dass sie damit Wahlkampfhilfe für ihn betreibe, ließ sie nicht gelten.

Die Stichwahl zwischen Poroschenko und Selenskyj findet am 21. April (Ostersonntag) statt.