Vor Eckernförde ziehen Umweltaktivisten ein Geisternetz aus der Ostsee. Foto: Jens Büttner
Vor Eckernförde ziehen Umweltaktivisten ein Geisternetz aus der Ostsee. Foto: Jens Büttner

Umweltaktivisten bergen Geisternetze aus der Ostsee

Diese seien eine Gefahr für Meerestiere, so die Expertin von der Umweltstiftung WWF. Sie könnten sich beispielsweise in den bei Sturm losgerissenen Nylon-Stellnetzen verfangen und ertrinken oder ersticken.

Laut Umweltbundesamt ist die Fischerei eine wesentliche Quelle für Meeresmüll. Im Untersuchungszeitraum 2011 bis 2017 ließen sich an Stränden der Nordsee 30 Prozent der Fundstücke auf Einträge durch die Fischerei zurückführen, sagte Stefanie Werner vom Umweltbundesamt. In der Ostsee habe die Fischerei dagegen nur einen Anteil von sieben Prozent. Stellnetze bestünden aus feinem und für Meerestiere fast unsichtbarem Nylon. «Sie stellen sich auch im herrenlosen Zustand oft in der Wassersäule wieder auf und fischen und töten weiter.»