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Das waren die besten deutschen Spieler bei Fußball-Weltmeisterschaften

Deutschland ist nach Brasilien die erfolgreichste Mannschaft bei Fußball-Weltmeisterschaften. Mit insgesamt vier Titeln liegt die Bundesrepublik auf Platz zwei der ewigen Bestenliste. Dieser Erfolg ist vor allem auf zahlreiche außergewöhnliche Spieler zurückzuführen. Sie haben sich mit ihren Leistungen in die Geschichtsbücher des Sports eingetragen.

Zwei von ihnen werden auch in Katar im Einsatz sein und versuchen weitere Erfolge zu feiern. Die Chancen dafür stehen gut, schließlich erlebte die Mannschaft unter dem neuen Bundestrainer ein Comeback. Deutschland liegt bei den WM Quoten der Buchmacher derzeit auf Platz sechs, hinter Brasilien, Argentinien, England, Frankreich und Spanien. Die Fans blicken gespannt nach Katar und hoffen auf eine Fortsetzung der ruhmreichen Geschichte deutscher Spieler bei Fußball-Weltmeisterschaften.

Uwe Seeler

Der Hamburger Jung galt zu seiner Zeit als bester Mittelstürmer der Welt. Der größte HSVer aller Zeiten blieb nicht nur zeit seines Lebens seinem Lebensverein treu, sondern stieg zu einer der größten Legenden des deutschen Fußballs auf. Seeler war der erste Torschützenkönig der Deutschen Fußball-Bundesliga und wurde als Kapitän der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft 1966 Vize-Weltmeister, sowie 1970 Dritter. Er traf als erste Spieler der Geschichte in vier Endrunden ins Tor.

Franz Beckenbauer

Der Kaiser trägt seinen Namen zurecht, schließlich feierte er nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer und Funktionär einzigartige Erfolge. Beckenbauer wurde sowohl als Spieler, als auch als Trainer Weltmeister. Als Präsident führte er den FC Bayern München zu unzähligen Erfolgen, als Funktionär des DFB holte er die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland. Das berühmte Sommermärchen wäre ohne ihn nie möglich gewesen. Während seiner aktiven Zeit spielte Beckenbauer vor allem beim FC Bayern München. Mit der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft wurde der Kaiser 1966 Vize-Weltmeister, 1970 Dritter und 1974 Weltmeister im eigenen Land.

Gerd Müller

Der Bomber war ein Stürmer, wie es ihn nur selten gibt. Gerd Müller schoss und traf aus jeder Position. Sein Rekord von 42 Toren in der Deutschen Fußball-Bundesliga bliebt jahrzehntelang unangetastet, bevor es Robert Lewandowski gelang, diesen zu knacken. Seine gedrungene Statur führte dazu, dass er zu Beginn seiner Karriere zu verspottet wurde. Doch schnell erkannte die Fußballwelt, welch enormes Talent in Müller steckte. Er gilt als einer der besten Stürmer aller Zeiten und gewann in unterschiedlichen Bewerben insgesamt 18-mal den Titel Torschützenkönig. Müller stand in jener Elf, die 1974 in Deutschland Fußball-Weltmeister wurde.

Lothar Matthäus

Der Mittelfeldregisseur des FC Bayern München wechselte bald nach Italien und reifte unter Giovanni Trapattoni zum Weltstar. Nach dem Gewinn der italienischen Meisterschaft führte Matthäus die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur Fußball-Weltmeisterschaft in Italien. Mithilfe seiner überragenden Fähigkeiten drang das Team bis ins Finale vor und bezwang dort Argentinien. Matthäus wurde in Folge zum Fußballer des Jahres gewählt und gewann alle entsprechenden Auszeichnungen.

Thomas Müller

Der Ur-Bayer ist zweifellos ein Phänomen. Er wechselte bereits im Alter von nur zehn Jahren zum FC Bayern München und ist dem deutschen Serienmeister bis heute treu geblieben. Sein unorthodoxer Spielstil, der aus seiner fehlenden Athletik geboren wurde, treibt die Gegner noch immer in den Wahnsinn. Ist Müller in Schwung, lassen sich seine Aktionen kaum mehr voraussehen. Schon in jungen Jahren zählte er zu den Fixsternen in der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Bereits 2010 wäre er beinahe erstmals Weltmeister geworden. Doch nach dem verlorenen Halbfinale gegen Spanien reichte es nur zum dritten Platz. Doch Müller gewann den Goldenen Schuh als bester Torschütze der WM und war damit nach Gerd Müller und Miroslav Klose erst der dritte deutsche Fußballer, dem dieses Kunststück gelang. Vier Jahre später war es dann so weit. Müller wurde in Rio Weltmeister. Er schoss fünf Tore und absolvierte sämtliche Spiele des Turniers über die volle Zeit.

Toni Kroos

Der Mittelfeldregisseur von Real Madrid war so etwas wie ein stiller Star der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Er wurde lange Zeit unterschätzt, doch Kroos ist, gemessen an den internationalen Erfolgen, der erfolgreichste deutsche Fußballer aller Zeiten. Schon in seiner Zeit beim FC Bayern München spielte er groß auf, doch die Vereinsbosse wollten ihn trotz der Bitten von Star-Trainer Pep Guardiola nicht im Team halten. So ging Kroos nach Spanien und feierte zuletzt mit Real Madrid seinen insgesamt fünften UEFA-Champions League Titel. In der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft gehörte er lange Jahre zu den Fixsternen der Mannschaft. Kroos wurde gemeinsam mit Thomas Müller 2014 Weltmeister in Brasilien.

Manuel Neuer

Viele deutsche Fußballer konnten im Laufe der Jahre vor dem Tor des Gegners glänzen, weil sie wussten, dass sie sich auf enormen Rückhalt im Tor verlassen können. Dort regiert seit vielen Jahren der Torhüter des FC Bayern München. Manuel Neuer hat das Spiel mit dem Ball revolutioniert. Er konzentriert sich nicht nur auf seine Rolle, den Kasten sauber zu halten, sondern greift, wenn notwendig, auch gerne in den Spielfluss ein. Daneben kann er sogar Elfmeter schießen. Der bekannteste fand im sogenannten „Finale dahoam“ gegen den FC Chelsea statt. Als Neuer mit der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Brasilien Weltmeister wurde, kursierte im Netz ein Meme, das folgendes behauptete: Brasilien ist zu zwei Dritteln von Regelwald bedeckt, den Rest deckt Manuel Neuer ab. Sein Spiel erlaubt es der Mannschaft weit vorzurücken, denn Neuer kann mit seiner Übersicht und seinen Fähigkeiten die Defensive im Alleingang absichern.

Diese deutschen Spieler haben die Geschichte von Fußball-Weltmeisterschaften entscheidend mitgeprägt. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar wird zeigen, ob weitere Erfolge hinzukommen.