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Was hilft bei Reflux? 

Diagnose Reflux: Die besten Tipps für ein beschwerdefreies Leben

Was hilft bei Reflux?

In Pforzheim erhalten Patienten vom Hausarzt immer häufiger die Diagnose Reflux. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, bei welcher der obere Schließmuskel des Magens nicht einwandfrei funktioniert. Die Folge ist, dass Teile fester und flüssiger Lebensmittel von den Betroffenen kurz nach dem Essen wieder erbrochen werden. Auch Sodbrennen ist ein typisches Anzeichen der Refluxerkrankung. Beim sogenannten stillen Reflux kommt es zu Beschwerden wie Husten und Halsschmerzen nach dem Essen, die Diagnose Reflux liegt also nicht immer klar auf der Hand. Ihr behandelnder Hausarzt kann Sie über das weitere Vorgehen informieren, oftmals gibt es nämlich eine Vielzahl an möglichen Therapiemöglichkeiten bei Reflux, die Ihnen zu mehr Lebensqualität im Alltag verhelfen.

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Schonkost und strenge Diät bei Sodbrennen und Reflux

Sehr gut werden Vollkornprodukte von Refluxkranken vertragen, also Vollkornnudeln, Vollkornbrot und Vollkornreis. Diese Lebensmittel benötigen mehr Magensäure, um verdaut zu werden. Daher kommt es nicht so leicht zu einem Überschuss an Magensäure nach dem Essen. Mageres Fleisch ist stark fetthaltigen Fleisch- und Fischsorten vorzuziehen, denn wenn in den Gerichten große Mengen an Fett enthalten ist, wird die Magensäureproduktion unnötig angekurbelt. Sodbrennen ist dann praktisch vorprogrammiert bei Menschen, die unter der Refluxerkrankung leiden. Anders als bei Sodbrennen nach dem Essen ohne Reflux, ist es nicht ausreichend, die Magensäureproduktion zu hemmen oder durch Hausmittel wie Kaiser Natron zu neutralisieren. Arbeitet der Magenpförtner nicht richtig, wird auch bei geringer Magensäure immer etwas vorverdauter Speisebrei in die Speiseröhre zurückfließen und dort für allerlei Beschwerden sorgen. Gegen Reizungen und Entzündungen in der Speiseröhre hilft ungesüßter Kräutertee sehr gut. Dazu kann Kamille aufgegossen werden, aber auch Fencheltee wirkt beruhigend auf Hals, Rachen und Speiseröhre. Kartoffeln können gekocht oder als Kartoffelbrei mit Milch gegessen werden, frittierte Kartoffeln sind aber für Refluxkranke eher ungeeignet.

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Mittel und Hausmittel gegen die Refluxkrankheit

Refluxgate stellt auf wissenschaftlichen Recherchen basierte Informationen zu Reflux zur Verfügung. Zwar gibt es diverse Hausmittel, die bei Schwangeren oder Kindern gegen Sodbrennen eingesetzt werden können. Bei einer Refluxerkrankung handelt es sich jedoch um einen deformierten Schließmuskel, der nicht auf die Behandlung mit Hausmitteln anspricht. Es kann lediglich versucht werden, die Magensäureproduktion nicht unnötig durch fettige oder sehr saure Lebensmittel anzuregen. Der Verzehr von frischem Obst stellt für viele Betroffene einer Refluxerkrankung eine Qual dar. Milch und Milchprodukte werden oftmals aber gut vertragen und verursachen nicht so starke Schmerzen, wenn doch etwas nach oben hin aus dem Magen ausläuft. Tritt ständig etwas Magensäure ungehindert in die Speiseröhre aus, kann dies zu ernsthaften Erkrankungen und schlimmen Spätfolgen führen. Das beste Hausmittel gegen Reflux ist es, die Ursachen zu bekämpfen und auf eine diätische Ernährung zu achten.

Welche Ursachen hat die Refluxkrankheit?

Neben fetten Speisen zählen Alkohol und Nikotin zu den Hauptauslösern von brennenden und stechenden Schmerzen in der Speiseröhre. Trinken die Betroffenen regelmäßig Alkohol, erschlaffen die Muskeln im gesamten Körper, so auch im ohnehin schon geschädigten Magenpförtner. Es kommt zu einer Anhäufung der Beschwerden, die sich durch den Verzicht auf Alkohol eindämmen lassen. Stress und bestimmte Arzneimittel schlagen ebenfalls auf den Magen und sorgen bei an Reflux Erkrankten dafür, dass sie immer wieder „sauer aufstoßen“ müssen. Besprechen Sie die Therapie am besten mit Ihrem behandelnden Arzt, und vermeiden Sie nach Möglichkeit alle synthetischen Arzneimittel, die den Magen stark belasten. In vielen Fällen gibt es natürliche Präparate, die besser vertragen werden und dabei ebenso stark wirken wie Mittel aus dem Labor.

Auch durch zu enge Kleidung kann die Häufigkeit der Symptome bei Reflux erhöht werden. Tragen Sie also lieber weite Hemden und verzichten Sie auf Kleider, die in der Magengegend drücken und den Leib einschnüren. Bei Schwangeren kann es vorübergehend zu refluxartigen Beschwerden kommen, wenn die Schwangerschaft weit fortgeschritten ist und das Baby von unten so auf den Magen drückt, dass bei starken Kindsbewegungen Speiseteile nach oben aus dem komprimierten Magen herausgequetscht werden. Schwangere dürfen zum Stillen der Speiseröhrenreizung Kaiser Natron einnehmen, welches die überschüssige Magensäure neutralisiert, müssen sonst allerdings überaus vorsichtig mit Medikamenten sein, um das Wachstum des ungeborenen Kindes nicht zu gefährden.