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Digitalwirtschaft in Pforzheim

Ohne das Internet geht heutzutage fast gar nichts mehr. Das hat sich besonders in den letzten Monaten wieder deutlich gezeigt: Während viele Unternehmen, besonders stationäre Händler und Dienstleister, von den vorübergehenden Schließungen und Einschränkungen der Besucherzahl stark getroffen wurden, kamen Firmen mit einem digitalen Standbein vergleichsweise glimpflich davon. Deutschlandweit machten Online-Händler wie Amazon Rekordumsätze. Versandhandel und Lieferdienste florierten ebenso wie Streamingangebote. Und auch der beste Casino Bonus war in den letzten Wochen online zu finden, während Spielbanken und Spielotheken im ganzen Land dicht machen mussten. Die Region Pforzheim kam in dieser Lage besser weg als so manch anderer Wirtschaftsstandort in Deutschland. Denn in Sachen Digitalisierung steht der Landkreis gar nicht schlecht da.

Pforzheim kann digital

Wer in der heutigen Welt die technische Entwicklung verschläft, wird schnell abgehängt. Zum Glück haben sowohl Politik als auch Unternehmen in Pforzheim frühzeitig erkannt, dass digitale Trends die wirtschaftliche Entwicklung im 21. Jahrhundert bestimmen werden. Firmen aus der Region bieten digitale Dienstleistungen für ganz Deutschland und Europa an und tragen zur führenden Position Baden-Württembergs in der Digitalwirtschaft bei. Egal ob Webshop oder Großunternehmen: Zahlreiche Firmen vertrauen auf das Pforzheimer Fachwissen in Sachen IT und digitales Marketing. Das schafft nicht nur zahlreiche attraktive Arbeitsplätze, sondern hilft auch, die Region krisenfester zu machen. Denn während im stationären Handel und in der Industrie seit Monaten Flaute herrscht, haben viele Internetfirmen im selben Zeitraum einen echten Nachfrageboom erlebt. Die Verwendung moderner Produktivitätstools macht es für viele Firmen problemlos möglich, ihre Abläufe in Heimarbeit fortzuführen. Und auch Handelsunternehmen, die sich mit einem Onlineshop ein zweites Standbein aufgebaut haben, wurden von der Krise weniger hart getroffen.

Gutscheine statt Einkaufsbummel

Nicht alle Unternehmen waren schon von vornherein so gut auf die aktuelle Lage vorbereitet. Viele Händler und Gastronomen hat die Zwangspause ab März so richtig kalt erwischt. Ihnen brachen von einem Tag auf den anderen sämtliche Einnahmen weg. Ohne digitale Vertriebskanäle hatten sie keine Möglichkeit, diese Einbußen zumindest abzufedern. Abhilfe verschaffte die Stadt Pforzheim mit einem Internetportal, wo sie ortsansässigen Unternehmen eine Plattform für den Verkauf von Gutscheinen zur Verfügung stellte. Auch wenn die Zusatzeinnahmen für viele Betriebe wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen sein dürften, ermöglichte diese Digitale Lösung zumindest eine kleine Verbesserung der Lage.

Ist die Zukunft online?

Diese Erfahrung dürfte sich auch langfristig auf die Orientierung der Wirtschaft auswirken. Auch Unternehmen, die bisher ausschließlich auf traditionelle Formen des Vertriebs gesetzt haben, dürften in der Folge umdenken. Denn ihnen ist klar geworden, dass die Abhängigkeit von einem einzigen Kanal im Krisenfall schwerwiegende Folgen haben kann. Händler werden sich Mühe geben, ihre Produkte auch im Internet an den Mann zu bringen. Und für Restaurants dürfte die Zusammenarbeit mit Lieferdiensten eine größere Bedeutung erreichen. Dieses Umdenken dürfte wiederum die Nachfrage nach digitalen Lösungen beflügeln, so dass ein zusätzliches Wachstum digitaler Anbieter auch in der Region zu erwarten ist. Langfristig könnte die aktuelle Situation für viele Unternehmen also auch etwas gutes haben. Zunächst dürfte es aber lange dauern, bis der entstandene Schaden wieder ausgeglichen wird. Ob offline oder online - Vielen Unternehmen steht noch eine schwierige Zeit bevor.