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Ein beeindruckendes Erlebnis im Frühling

Ja, was blüht denn da?

Ein einmaliges Naturschauspiel lockt ab Anfang März tausende Besucher nach Zavelstein. Dann blühen auf den Wiesen des 52 Hektar großen Naturschutzgebietes und darüber hinaus über eine Million wilde Krokusse, was einzigartig ist in Süddeutschland.

Weit bekannt ist Zavelstein durch seine Krokusblüte. Der „Crocus neglectus“ ist eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet und findet sich nördlich der Alpen nur an wenigen Standorten. Um die Herkunft des wilden Krokus ranken sich zahlreiche Geschichten und Legenden. Kreuzfahrer sollen ihn aus dem Orient mitgebracht haben. Andere meinen, dass Hirsauer Mönche einen planvollen Anbau zur Gewinnung von Safran versuchten, wozu der „Crocus neglectus“ jedoch nicht geeignet ist. Etwas wahrscheinlicher erscheint die Erklärung, dass der Burgherr Benjamin Buwinghausen von Wallmerode den Krokus als Zierde für die Burggärten mitbrachte, und die Pflanze im Burggarten anpflanzte. Von dort aus soll er sich dann weiter verbreitet haben.

Sicher ist, dass für die Ausbreitung der Pflanze die landwirtschaftliche Nutzung der Wiesen von entscheidender Bedeutung ist. Die Samenstände gelangen in das Viehfutter, werden unverdaut wieder ausgeschieden und mit dem Dung weiter verbreitet. Da der Dung überwiegend auf der eigenen Scholle landete, blieb der Krokus lange Zeit auf die Zavelsteiner Markung begrenzt. Erst nachdem Zavelsteiner Wiesen auch von Landwirten aus den umgebenden Dörfern genutzt wurden, hat sich der Krokus in weiteren Gemarkungen angesiedelt. Der Krokus kann ganzjährig auf dem Krokusweg erlebt werden, auf seinen 3,8 Kilometer vermittelt der Spaziergang die Geschichte des Zavelsteiner Krokus. Ein beeindruckendes Erlebnis kann ein Abendspaziergang im Frühling werden. In der Ferne zeichnet sich die Silhouette der Schwäbischen Alb ab, vor einem liegt das Zavelsteiner Städtchen und auf den sanft geneigten Wiesen leuchten Hunderte Krokusblüten im Licht der untergehenden Sonne.

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