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Strom, Wasser, Gas, Breitband oder Photovoltaik: Die Welt der Energie ist überaus komplex und spannend. Einblicke in die Energiewirtschaft liefern Euch die PZ und die SWP ab jetzt an dieser Stelle regelmäßig. 

Energie geht alle an - Was tut sich aktuell auf dem Energiemarkt und welche Entlastungen gibt es?

Die derzeitige Energiekrise betrifft so gut wie jeden Bürger dieses Landes, denn die Energiekosten steigen nicht nur für Gaskunden. Die hohen Preise tangieren jeden – auch jene Kunden, die selbst kein Gas zum Heizen oder Kochen benötigen. Gas ist in Deutschland ein wichtiger Faktor zur Herstellung von Strom und wird auch in Zusammenhang mit Fernwärme verbraucht.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres sind die Preise an den Energiebörsen massiv angestiegen. Dies wurde damals insbesondere mit einer Erholung der Weltwirtschaft nach den Corona-Lockdowns in Verbindung gebracht. Durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und die damit einhergehenden zunächst reduzierten und inzwischen weitestgehend ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland hat sich die Situation auf den Energiemärkten zugespitzt. Je unsicherer die Lage, desto sensibler reagieren die Märkte.

Dies wirkt sich in Form von höheren Preisen aus – und hat die Bundesregierung zum Handeln gezwungen. So wurde die Soforthilfe beschlossen, die Gas- und Fernwärmekunden für Dezember erhalten: Der Abschlag im Dezember wird nicht erhoben. Dieser Abschlag bildet allerdings nicht die Kosten für den tatsächlichen Gasverbrauch in dem besagten Monat ab – es handelt sich um einen Durchschnittswert des Vorjahresverbrauchs. Der Entlastungsbetrag wird über eine Formel berechnet, die sowohl den für September prognostizierten Verbrauch sowie den aktuellen Verkaufspreis im Dezember berücksichtigt. Die Entlastungssumme und der tatsächliche Abschlag werden vermutlich bei zahlreichen Kunden in der Höhe nicht übereinstimmen. Die Differenz wird dann bei der Jahresendabrechnung in Form einer Gutschrift oder Forderung abgerechnet.

Durch dieses Verfahren soll gewährleistet werden, dass Verbraucher bereits im Dezember spürbar durch den Staat entlastet werden. Mieter und Bewohner von Mehrfamilienhäusern werden die Entlastung in der Regel erst über die Jahresabrechnung erstattet bekommen.

Von 2023 an sollen dann Gas-, Wärme- und Strompreisbremsen die Verbraucher entlasten. Geplant ist, dass für die drei Energiearten jeweils 80 Prozent des Verbrauchs ab einem bestimmten Preis gedeckelt werden. Bei Strom sind es 40 Cent je Kilowattstunde, bei Gas zwölf Cent, bei Fernwärme 9,5 Cent. Gelten soll das ab 1. März. Dann wird rückwirkend auch die Entlastung für Januar und Februar angerechnet. Liegt der Tarif, den ein Haushalt für Energie zahlt, über dem Preisdeckel, spart er wegen der Preisbremse Kosten. Auch Vermieter müssen die Entlastung an ihre Mieter weitergeben.

Weitere Informationen rund um die Welt der Energie, wichtige Hinweise zur aktuellen Lage sowie wertvolle Tipps zum Energiesparen gibt es auf der Homepage der SWP unter https://www.stadtwerke-pforzheim.de/aktuelle-lage/. Wer in Kontakt mit den Energie-Experten der SWP treten möchte, findet unter https://www.stadtwerke-pforzheim.de/kontakt/ die passenden Ansprechpartner und vielfältige Möglichkeiten der Kontaktaufnahme.

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