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Gründungsjahr 2019 – Worauf muss man achten?

Jedes Jahr aufs Neue treffen Menschen die mutige Entscheidung, Erfolg und Erfüllung mit dem eigenen Unternehmen zu suchen. Was man in diesem Jahr beachten muss, wenn man den Schritt in die Gründung oder Selbständigkeit wagen will, erklären wir hier. 

Die Idee

Der Anfang der meisten Unternehmungen ist doch stets recht ähnlich: Irgendwann hat man eine Idee, eine neue Dienstleistung oder ein neues Produkt, auf das die Welt gewartet hat. Ehe man sich versieht, schmiedet man die ersten Pläne zu Vermarktung und Verkauf. Dass diese Schritte meilenweit vorausgreifen, ahnen noch nicht alle Gründer. Zunächst müssen sich Gründer Gedanken machen über grundlegende Strukturen des Unternehmens, wie zum Beispiel über 

Die Rechtsform

Wer unternehmerisch tätig sein will, muss sich einer bestimmten Rechtsform bedienen. Bei Gründungen sind das meist GbRs, UGs oder GmbHs. Die richtige Rechtsform für das eigene Vorhaben zu wählen ist einer der wichtigsten Schritte in der gesamten Laufbahn jedes Unternehmers. Um hier eine fundierte und stichhaltige Entscheidung treffen zu können, sind bereits Kenntnisse über Steuer-, Finanz- und Firmenrecht nötig. In der Regel suchen Gründer daher nach Unterstützern, die sie in den neuen Bereichen beraten können. Anlaufstellen können hier neben der Existenzgründerberatung der Agentur für Arbeit auch die Gründer- und Unternehmensförderungsberatung der IHK oder frei schaffende Gründerberatungen sein. Auch diese Website bietet hilfreiche Tipps für Kleinunternehmer und Gründer.

Die Buchhaltung

Gerade in der Frühphase sind StartUps und junge Unternehmen oft sehr chaotisch. Verliert man in diesem Stadium den Überblick über die eigenen Finanzen, kann das Experiment Gründung schon innerhalb weniger Wochen von der Rakete zum Rohrkrepierer werden. Um hier vor allem als unerfahrener Gründer souverän bleiben und den Überblick behalten zu können, sollte schon frühzeitig in eine leistungsstarke und gut skalierende Buchhaltungssoftware investiert werden. Auch hier ist die Auswahl groß und oft unübersichtlich. Bei der Wahl der richtigen Software für diesen enorm wichtigen Zweck hilft ein Vergleich verschiedener Buchhaltungs-Tools. 

Das Konto

Nicht nur die Buchhaltung ist in Sachen Finanzen ein essentielles Thema, auch die Wahl des richtigen Kontos ist entscheidend. Es gibt Rechtsformen, die die Führung eines Geschäftskontos bei einer Bank voraussetzen und solche, die das nicht tun. Egal ob es sich um juristische Obligation handelt oder nicht, ein separates Konto für alle Geldbewegungen, die das Unternehmen betreffen, ist immer sinnvoll. Die Liste an Anbietern von Geschäftskonten ist lang und die Angebote ebenso vielseitig wie die Unternehmen, die sie in Anspruch nehmen. Daher ist auch hier ein Vergleich unterschiedlicher Geschäftskonten zwingend notwendig, wenn er auch zeitaufwendig sein kann. Bei der Wahl des passenden Kontos müssen Faktoren berücksichtigt werden wie:

  • Wie viel Geld wird im Schnitt auf dem Konto sein?
  • Genügt ein einzelnes Konto?
  • Möchte man Unterkonten führen?
  • Braucht man mehr als eine Bankkarte?
  • Wenn ja, wie viele?
  • Wie wichtig ist eine Kreditkarte?
  • Wie wichtig sind Bargeldgeschäfte?
  • Wie viele Überweisungen werden monatlich ein- und ausgehen?
  • Welche Rolle spielt der Kontokorrentkredit?
  • Wie skalierbar muss das Konto sein?
  • Wie wichtig sind persönliche Berater bei der Bank?
  • Braucht man einen Kredit?

Auch wenn man all diese Fragen gestellt und beantwortet hat, sollte noch keine Entscheidung gefällt werden. Stattdessen sollte man sich gedanklich in die Zukunft (in ein, zwei, drei, fünf oder mehr Jahren) versetzen und sich die Entwicklung des Unternehmens vorstellen. Wird das favorisierte Konto auch in einiger Zeit noch sinnvoll sein, oder kann es zu einer Kostenfalle werden, wenn sich das Unternehmen weiterentwickelt? 

Nach diesen vier Schritten steht das Grundgerüst für die Unternehmung. Nun beginnt ein Schritt, der sich das ganze Unternehmerleben lang fortsetzen wird. Es ist 

Die Suche nach Partnern und Unterstützern

Die ersten hilfreichen Kontakte hat man höchstwahrscheinlich schon nach den ersten Gründerberatungen geknüpft. Das Besondere am Unternehmertum ist allerdings, dass man nie auslernt und sich ständig mit neuen, unbekannten Bereichen auseinandersetzen muss. Anfangs sind dies wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen, später das Erarbeiten von Richtlinien für die Personalauswahl und später womöglich Überlegungen, welches Konkurrenzunternehmen aufgekauft werden könnte. Egal, was man studiert oder gelernt hat, nichts kann auf das riesige Feld an Herausforderungen vorbereiten, dem man sich als Gründer stellen muss.

Daher ist es logisch, dass man immer wieder nach Helfern und Partnern sucht, die sich in einigen Bereichen besser auskennen als man selbst und von denen man lernen kann. Diese Suche kann sich sogar schon vor der Gründung eines Unternehmens lohnen: Zum Beispiel, wenn man Fördermittel vom Staat beantragen möchte. Es gibt nämlich etliche Programme, die Unternehmensgründungen fördern und unterstützen sollen. Das kann in der Form von Weiterbildungen und Schulungen geschehen, an denen ein angehender Gründer zu reduzierten Kosten oder sogar vollständig eigenleistungsfrei teilnehmen kann. Es kann aber auch sein, dass Banken für Gründer besonders günstige Kreditkonditionen anbieten und es gibt sogar einen Gründungszuschuss des Staats, bei dem der Gründer gar kein Geld zurückzahlen muss. Alle diese Optionen unterliegen natürlich mal mehr mal weniger strengen Auflagen und Voraussetzungen, aber sich hier hinreichend zu informieren, kann nicht nur bares Geld sparen, sondern auch bares Geld bringen. Wie die Beantragung und Nutzung des Gründerzuschusses 2019 aussehen kann, kann man hier nachlesen. Es mag seltsam klingen, doch bei der Gründung eines Unternehmens sind vor allem am Anfang nicht die Kunden, sondern die Partner der Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. 

Hat man Schritte 1 bis 4 abgeschlossen und den 5. Schritt verinnerlicht, kommt es zum 6. Schritt, der sich ebenfalls ein gesamtes Unternehmerleben lang wiederholt:

Möglichst wenig Fehler machen

Nicht der Erfolg ist sofort das entscheidende Merkmal. So lange man als Unternehmen und Unternehmer gute Arbeit leistet und keine signifikanten Fehler macht, ist man schon erfolgreicher als 80% aller deutschen StartUps. Denn sehr genau diese 80% scheitern in den ersten drei Jahren nach ihrer Gründung. Die Gründe sind auch hier vielfältig:

  • Es findet sich keine Zielgruppe für das Produkt
  • Fehlender USP
  • Zu starke Konkurrenz
  • Interne Streitigkeiten
  • Finanzielle Instabilität 
  • Mangelnde Marketingkompetenz

Ein durch und durch schlechtes Produkt ist also eher die Ausnahme. Entscheidend für das Überleben eines StartUps sind die juristischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die ein Gründer bereits in der frühsten Unternehmensphase festlegen muss. Leistet er sich dabei bereits Fehler, kann sich das später rächen und unter Umständen sogar Arbeitsplätze und Existenzen gefährden.