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Home-Office - Was sollten Arbeitnehmer beachten?

Wer sich in der heutigen Zeit für modernes Arbeiten interessiert, stößt vergleichsweise schnell auf die Möglichkeit, von zu Hause aus seine Aufträge zu erledigen. Daheim Projekte bearbeiten und telefonischen Kundenkontakt pflegen: arbeiten im Home-Office ist beliebter denn je. Es bietet eine tolle Möglichkeit, individuellen Raum für ein hohes Maß an Kreativität zu schaffen.

Damit die Vorzüge, die durch ein Home-Office gegeben sind, auch umfassend genutzt werden können, ist es wichtig, verschiedene Dinge zu beachten. Denn: auch wenn das Arbeiten zu Hause durchaus dabei helfen kann, sich selbst auf kreative Weise zu verwirklichen, ist es unerlässlich, einige Standards zu beachten.

Nur so kann sichergestellt werden, dass weder die Qualität der Arbeitsergebnisse noch die Produktivität leidet.

Mit den folgenden Tipps fällt es noch ein wenig leichter, die eigenen vier Wände in ein inspirierendes Arbeitsumfeld zu verwandeln.

Tipp Nummer 1: Ablenkungen vorbeugen

Keine Frage: wer keine Angst davor haben muss, dass der Vorgesetzte unerwartet den Raum betritt, verfügt über alle Zeit der Welt, im Internet zu surfen und sich so die Zeit zu vertreiben. Egal, ob lustige Katzen-Videos, neue deutsche Online Casinos oder ein Besuch im favorisierten Online-Shop: das Internet wirkt verführerisch und bewirkt häufig, dass das Konzentrieren auf eine bestimmte Aufgabe schwerfällt.

Um kurz- oder langfristig effektiv im Home-Office arbeiten zu können, braucht es dementsprechend ein hohes Maß an Disziplin. Mittlerweile existieren Programme, die den Besuch auf klassischen Freizeit-Seiten, wie zum Beispiel Facebook und Co., tracken und aufzeigen, wie viel Zeit hier verbracht wurde.

Ein entsprechendes Vorgehen hilft dabei, Zeitfresser dieser Art ausfindig zu machen und was etwaige Ablenkungen betrifft sensibler zu werden.

Eine weitere Möglichkeit: das Sperren einzelner Seiten während der Arbeitszeit, um diese dann erst nach Feierabend wieder aufsuchen zu können.

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Tipp Nummer 2: Für ausreichend Bewegung sorgen

Zugegeben: befindet sich die Arbeitsstätte in den eigenen vier Wänden, kommt es vor, dass man den eigenen Bewegungsradius auf ein Minimum beschränkt. Dies gilt vor allem dann, wenn mögliche Ausgangssperren in Krisenzeiten wirksam werden und somit Spaziergänge als Ablenkung über einen gewissen Zeitraum ohnehin ausgeschlossen werden müssen.

Damit regelmäßiges Ausstrecken und ein paar Schritte zwischendurch gewährleistet sind, ist es sinnvoll, Getränkeflaschen, kleinere Snacks und Co. nicht im direkten Arbeitsumfeld aufzustellen.

Der Effekt: Wer Wasser nachfüllen oder sich beispielsweise mit einem Kaffee stärken möchte, muss aufstehen. Genau diese kurzen Strecken sind es dann, die dabei helfen können, die Kreativität zu unterstützen und dem Geist eine kleine Pause zu gönnen. Man sollte sich daran erinnern, wie wichtig es ist, eine bestimmte Trinkmenge am Tag zu erreichen.

Tipp Nummer 3: Weiße Flächen können entspannend wirken

Vor allem Arbeitnehmer aus kreativen Berufen und Branchen kennen den Tipp bereits: wer seiner Fantasie freien Lauf lassen möchte, um beispielsweise auf neue Ideen zu kommen oder ein Projekt auf besondere Weise zu unterstützen, ist gut damit beraten, für ein strukturiertes Arbeitsumfeld zu sorgen. Vor allem helle, freie Wände können dabei helfen, neue Gedankengänge besser zu erfassen.

Daher ist es sinnvoll, sein eigenes Home-Office nicht mit einem - im wahrsten Sinne des Wortes - bunten Mix aus Bildern unnötig zu belasten. Eine willkommene Alternative: das Aufstellen einiger weniger Bilderrahmen. Mit ihrer Hilfe lässt sich schnell ein Mix aus Gemütlichkeit und strukturiertem Umfeld schaffen.

Tipp Nummer 4: Trotz aller Tipps individuelle Vorlieben beachten!

Im Laufe der Zeit ist das Arbeiten – egal, ob im klassischen Büro oder im Home-Office - immer individueller geworden. Allen Tipps zum Trotz ist es daher wichtig, manchmal auf sein eigenes Bauchgefühl zu hören und sich zu fragen, was zur Verbesserung des Arbeitsklimas beitragen könnte.

So lieben es viele Arbeitnehmer, beim täglichen Bürostress ihrer Lieblingsmusik zu lauschen, während andere absolute Stille bevorzugen.

Die gute Nachricht: Das Arbeiten im Home-Office bietet die Chance, genau solch individuelle Faktoren berücksichtigen zu können. Je nachdem, ob beispielsweise ein separater Raum zur Verfügung steht, stört es weder Freunde noch Familie, wenn die Lautstärke der Anlage ein wenig aufgedreht wird.

Gerade mit Hinblick auf das Arbeiten mit Musik gilt jedoch auch, dass es unerlässlich ist, ehrlich zu sich zu sein. Die Frage: „Arbeite ich mit den Beats meiner Lieblingsbands wirklich produktiver?“, sollte in regelmäßigen Abständen im Fokus stehen.

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Tipp Nummer 5: Feste Arbeitszeiten fixieren und einhalten

Eine der größten Herausforderungen, die im Zusammenhang mit dem Arbeiten im Home-Office auf die Arbeitnehmer zukommt, ist es, konsequent zu bleiben. Daher ist es wichtig, nicht nur feste Start- und Feierabend-Zeiten zu finden, sondern auch andere, etwa die Familie, mit in dieses besondere System zu integrieren.

Partner und Kinder sollten wissen, welche Zeiten des Tages für die Arbeit reserviert sind und diese auch respektieren. Ein entsprechendes Vorgehen kann zu mehr Produktivität führen und „ganz nebenbei“ die eigene Work-Life-Balance gesünder werden lassen.

Das Ergebnis: eine gesteigerte Lebensqualität und die Erkenntnis, dass das Home-Office in deutlich mehr Branchen Anwendung finden kann, als vielleicht noch vor einigen Jahren angenommen wurde. Dennoch kann in vielen Berufen, im medizinischen Bereich, zum Beispiel bei der Polizei oder in vielen technischen Berufen (verständlicherweise) nicht auf diese Option zurückgegriffen werden. Hier gilt es dann, die individuellen Möglichkeiten abzuwägen. Etwaige Alternativen müssen mit den Vorgesetzten abgesprochen werden um individuell zu entscheiden, falls man doch einmal längere Zeit das Haus nicht verlassen kann.