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Blick in das Opel-Entwicklungszentrum. Foto: dpa/Liebschner/Opel AG
Blick in das Opel-Entwicklungszentrum. Foto: dpa/Liebschner/Opel AG
06.09.2018

2.000 Jobs betroffen: Opel gibt Teile des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim ab

Rüsselsheim. Der Autobauer Opel will sich mangels Auslastung von Teilen seines Rüsselsheimer Entwicklungszentrums trennen. Bis zu 2000 Mitarbeiter und einige Gebäude, in denen Konzepte für Fahrzeuge und Antriebe entstehen, sollen an den französischen Ingenieurdienstleister Segula Technologies abgegeben werden. Exklusive Gespräche darüber machten die beiden Unternehmen am Mittwoch öffentlich.

Angestrebt sei eine „strategische Partnerschaft“ mit dem französischen Familienunternehmen, das bereits für die Konzernmutter PSA tätig ist, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller. Die Geschäftsteile würden im Falle einer Einigung aber zu 100 Prozent an Segula übergehen. Pläne, weitere Teile des Entwicklungszentrums an andere Dienstleister zu verkaufen, gebe es nicht. „Das Ziel ist klar: Wir wollen die Arbeitsplätze in der Entwicklung in Rüsselsheim sichern – und zwar langfristig“, betonte Lohscheller in einer Telefonkonferenz. „Niemand muss umziehen, niemand muss sich Sorgen machen um den Beschäftigungsschutz.“

Segula habe ein „sehr überzeugendes Zukunftskonzept“ zum Ausbau seiner Kapazitäten in Deutschland vorgelegt, sagte Lohscheller. So wolle das weltweit tätige Unternehmen mit derzeit 11.000 Mitarbeitern in Rüsselsheim seine Zentrale für Nordeuropa errichten.

Die IG Metall will den Vorschlag nach Worten ihres Bezirksleiters Jörg Köhlinger „sehr kritisch prüfen“. Er monierte, die Informationen zu den Gesprächen mit Segula hätten die Mitbestimmungsgremien über die Medien erreicht.