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Des einen Freud’, des anderen Leid: Während sich die meisten Tarifbeschäftigten über ein Extra in der Lohntüte freuen dürfen, gehen viele leer aus.
Des einen Freud’, des anderen Leid: Während sich die meisten Tarifbeschäftigten über ein Extra in der Lohntüte freuen dürfen, gehen viele leer aus.
06.11.2018

2583 Euro zusätzlich? Warmer Geldregen zum Jahresende

Wiesbaden. Alle Jahre wieder sollten Arbeitnehmer im November ihre Gehaltsabrechnung besonders aufmerksam lesen. Eine Mehrheit findet dort Sonderzahlungen in unterschiedlicher Höhe, die entweder längst verplant oder für Weihnachtsgeschenke hochwillkommen.

Allerdings sind den IAB-Forschern der Arbeitsagentur zufolge nur noch rund 54 Prozent der Beschäftigten in Unternehmen tätig, die an einen Flächen- oder Haustarifvertrag gebunden sind – Tendenz weiter rückläufig. Rund die Hälfte der nicht tarifgebundenen Betriebe orientiert sich aber an den aktuellen Verträgen zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften und zahlt dann dementsprechend auch Jahressonderleistungen. Nicht selten aber unter dem Vorbehalt der Betriebstreue oder erreichter Erfolgsziele.

Denn hinter dem volkstümlichen Begriff Weihnachtsgeld verbergen sich so unterschiedliche Dinge wie Erfolgs- und Treueprämien, freiwillige Boni ebenso wie tariflich festgeschriebene Entgeltansprüche der Beschäftigten. Die Wiesbadener Statistiker erfassen beispielsweise alle zusätzlichen Jahreszahlungen, die laut Tarifvertrag im November oder Dezember ausgezahlt werden müssen.

Mindestens jeder vierte Arbeitnehmer bekommt gar keine zusätzlichen Zahlungen. In die Röhre schauen beispielsweise Hunderttausende Gebäudereiniger. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt rüstet bereits zu Streiks, sollten die bisher hartleibigen Arbeitgeber nicht in dieser Woche noch einlenken. Gelungen ist das im laufenden Jahr bereits beim ostdeutschen Bauhauptgewerbe. „Die Gewerkschaften schließen die Lücken beim Weihnachtsgeld“, befindet der Chef des WSI-Tarifarchivs bei der gewerkschaftlichen Böckler-Stiftung, Thorsten Schulten. Aus seiner Sicht sind die Sonderzahlungen ein wichtiges Argument im Kampf um die besten Fachkräfte.

Beim arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln geht Experte Christoph Schröder hingegen von einem weitgehend gleich bleibenden Etat aus. Mehr als 50 Milliarden Euro brutto würden in den kommenden Wochen zusätzlich an die Beschäftigten ausgeschüttet, rund ein Drittel davon leistungs- und erfolgsabhängig. Sollte sich die Konjunktur dauerhaft abschwächen, stecken hier die ersten Ansatzpunkte der Betriebe für Einsparungen, erwartet Schulten.

helmut
06.11.2018
2583 Euro zusätzlich? Warmer Geldregen zum Jahresende

Ursprünglich wurde das Weihnachtsgeld nach 1948 zu dem Zweck eingeführt Arbeitskräfte zu binden und neue zu werben. Verpackt meist als Erfolgsbeteiligung. Die konnte je nach Jahresbilanz kleiner oder größer ausfallen. War den Gewerkschaften ein Dorn im Auge. Sie erfanden die Formel: Wenn es 3 Mal hintereinander gezahlt wird muss es dauernd bezahlt werden. Deshalb erpressten sie bei Tarifverhandlungen diese Zahlungen in den Tarif ein. Jetzt waren es keine Gewinnbeteiligungen mehr sondern ...... mehr...

rostiger ritter
06.11.2018
2583 Euro zusätzlich? Warmer Geldregen zum Jahresende

Märchen fangen an: "Es war einmal..." Die Bibel fängt an: "Am Anfang war das Wort..." helmuts gesammeltes Seemannsgarn fängt an: "Ursprünglich..." ;)... mehr...