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Die Ferdinand-von-Steinbeis-Medaille übergab Landrat Karl Röckinger (links) an  Elke und Gerhard Lillich. Foto: Eppelt
Die Ferdinand-von-Steinbeis-Medaille übergab Landrat Karl Röckinger (links) an Elke und Gerhard Lillich. Foto: Eppelt
24.09.2016

50 Jahre Willy Lillich: Vorzeigebetrieb für die Region

Straubenhardt. „Alles richtig machen ist unmöglich“, sagt Markus Merk, ehemaliger deutscher Fußballschiedsrichter. Er hat Spiele in der Bundesliga gepfiffen und war als Fifa-Schiri auf dem Spielfeld. Aus dieser Erfahrung heraus gibt er heutzutage Tipps und Anregungen, unter anderem auch für unternehmerisches Wirken. Bei der Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen der Willy Lillich GmbH in Straubenhardt machte er deutlich, auf was es ankommt.

Zum Beispiel: Herausforderungen annehmen; Regeln festlegen, vermitteln und umsetzen; Teamkommunikation pflegen und dabei auch „richtig zuhören“, denn Zuhören sei das Basismittel der Kommunikation; Gesprächsführung mit den Argumenten des Gegenübers aufnehmen; Spannungsfelder vermeiden oder diese lösen; nicht zuletzt: sicher und rasch entscheiden, denn dies sei die Grundlage des Handelns – Fehlentscheidungen inklusive, fügte er hinzu und sagte: „Auch mit ihnen müssen wir leben und lernen, damit richtig umzugehen.“ Ziemlich viel richtig gemacht haben dürfte Merks Ausführungen zufolge der Präzisionshersteller Lillich.

Eines der Erfolgsrezepte hob das Geschwister-Geschäftsführer-Paar Elke und Gerhard Lillich besonders hervor: „Die Mitarbeiter sind unser höchstes Gut.“ Produkt-Qualität und Flexibilität, Kompetenz und höchste Präzision sowie Tatkraft, Können und Kreativität, dies gepaart mit Begeisterung und Identifikation kommen hinzu, wie den Ausführungen der Festredner zu entnehmen war. „Bei Ihnen ist es eine gute Mischung“, befand der Landrat des Enzkreises, Karl Röckinger. Es seien die kleinen und mittleren Unternehmen, die in der Region das Rückgrat der Wirtschaft bildeten. Röckinger übergab den Geschäftsführern zum 50-Jährigen die Ferdinand-von-Steinbeis-Medaille des Enzkreises. Eine Jubiläumsurkunde nebst Medaille der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald legte IHK-Hauptgeschäftsführer Martin Keppler in den Präsente-Korb. Er äußerte sich angetan von der unternehmerischen Leidenschaft und Risikobereitschaft der Geschäftsführer und sieht ihren Erfolg auch in der „Nähe zum Menschen, zu den Kunden“ sowie in der Wertschätzung für die Mitarbeiter begründet.

CDU-Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum bezeichnete die Willy Lillich GmbH als „Vorzeigebetrieb“ und zeigte sich auch deshalb beeindruckt, weil „es für Mittelständler nicht immer leicht ist, durchzuhalten“. Nicht zuletzt bekannte Bürgermeister Helge Viehweg: „Als Straubenhardter sind wir stolz auf Sie.“ Fleiß, Innovation und Präzision sind dem Schultes zufolge die bestimmenden Faktoren für den Erfolg der Firma Lillich. Seine Präsente kamen aus der Gemeinde: eine Flasche handgeschüttelter Sekt eines in Straubenhardt ansässigen Jungwinzers sowie „zur Inspiration“ das Landschaftsbild eines heimischen Künstlers.

Das 1966 gegründete Unternehmen hat mit hoher Präzision bei Drehen, Fräsen und Schleifen seinen guten Ruf erworben. Die nach Kundenwunsch produzierten Bauteile gehen meist an Unternehmen der Medizintechnik, der Automobilbranche sowie dem Maschinenbau. Hauptabsatzmarkt ist Deutschland. Die 45 Mitarbeiter erwirtschafteten im Vorjahr einen Umsatz von 6,3 Millionen Euro. Geschäftsführer sind die Geschwister Elke und Gerhard Lillich in der Nachfolge ihres Vaters und Firmengründers. Willy Lillich hatte als Zweimann-Betrieb in einer Schwanner Garage begonnen.

www.lillich-gmbh.de