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Die Vertreter der VR Bank im Enzkreis stimmten mit großer Mehrheit für die Fusion. Foto: Tilo Keller
Die Vertreter der VR Bank im Enzkreis stimmten mit großer Mehrheit für die Fusion. Foto: Tilo Keller
Ehrung der Aufsichtsräte (von links): Vorstandschef Klemens Schork und Benjamin Lüking (Genossenschaftsverbands) mit Reinhold Linzmeier, Wolfgang Hans, Barbara Burkhardt-Reich, Walter Zibold und Vorstand Armin Kühn. Foto: Tilo Keller
Ehrung der Aufsichtsräte (von links): Vorstandschef Klemens Schork und Benjamin Lüking (Genossenschaftsverbands) mit Reinhold Linzmeier, Wolfgang Hans, Barbara Burkhardt-Reich, Walter Zibold und Vorstand Armin Kühn. Foto: Tilo Keller
24.05.2017

97,6 Prozent für Fusion: Vertreter der VR Bank im Enzkreis geben grünes Licht für Verschmelzung

Niefern-Öschelbronn. „Heute werden wir über die Zukunft unserer VR Bank im Enzkreis entscheiden“, betont Vorstandsvorsitzender Klemens Schork zu Beginn der Vertreterversammlung. 97,6 Prozent der Vertreter haben am Montagabend der Fusion mit drei weiteren Nachbarbanken zugestimmt. Nachdem bereits die Vertreter der Raiffeisenbank Bauschlott und der Volksbank Stein Eisingen in ihren Versammlungen zugestimmt hatten, fehlt jetzt nur noch die Volksbank Wilferdingen-Keltern, die ihre Vertreterversammlung am 31. Mai abhält.

In seinem Jahresrückblick erinnerte Vorstandsvorsitzender Klemens Schork an die 17 Veranstaltungen, mit denen die VR Bank im Enzkreis im vergangenen Jahr das 125-jährige Bestehen gefeiert hat. „Wir haben nicht nur gefeiert, sondern auch sehr gut gearbeitet“, sagte Schork, bevor sein Vorstandskollege Armin Kühn die Zahlen vorstellte: „Mit einem Wachstum von 8,2 Prozent im Kreditgeschäft, 16,6 Prozent bei den neu genehmigten Krediten und rund 3,9 Prozent bei den Kundeneinlagen sind wir sehr zufrieden“, sagte Kühn.

Das Gesamtkundenvolumen der Bank stieg auf eine neue Rekordhöhe von 633 Millionen Euro an, was einem Plus von 3,8 Prozent entspricht. Auch das Bilanzvolumen stieg um 4,4 Prozent auf 287,5 Millionen Euro an. Auch die Ergebnisentwicklung stellte er positiv dar. So konnte das bilanzielle Eigenkapital mit 1,55 Millionen Euro gestärkt werden, was 24 Prozent über dem Wert des Vorjahres lag. Die Vertreter konnten im Verlauf der Versammlung einer Dividende von vier Prozent zustimmen. Aufmerksam machte Kühn auf das sinkende Zinsergebnis, das im Jahr 2016 mit rund 6,4 Millionen Euro um 4,1 Prozent unter dem Vorjahr liegt. „Das ist auch der Grund, weshalb wir uns entschieden haben, in Fusionsverhandlungen mit Nachbarbanken zu gehen“, erklärte Kühn. Auch Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Linzmeier empfahl die Fusion. „Wir stehen geschlossen dahinter“, erklärte er im Namen des Aufsichtsrates. Vorstandsvorsitzender Schork machte darauf aufmerksam, dass die VR Bank im Enzkreis selbst aus mehreren sinnvollen Fusionen entstanden sei. Dabei stellte er fest, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Es seien auch keine Filialschließungen vorgesehen. „Jetzt sind sie am Zug“, eröffnete Schork die entscheidende Abstimmung. Von den 88 anwesenden Vertretern stimmten 84 für die Verschmelzung.

In Vorbereitung auf die Fusion wurden Linzmeier, Klaus Harzheim und Michael Eck sowie Tobias Ascherl und Martina Lechler als künftige Aufsichtsratsmitglieder nominiert. Die Raiffeisen-Schulze-Delitzsch-Medaille erhielt Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Linzmeier, der bereits 1987 in das Gremium gewählt worden war. Die Ehrenurkunde in Gold gab es für Wolfgang Hans (seit 1994 im Aufsichtsrat) und für Walter Zibold (seit 1996), die bald ausscheiden.