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Den Grundstein gelegt (von links): Wirtschaftsminister Nils Schmid, Agilent-Konzernchef Mike McMullen und Geschäftsführer Manfred Seitz.  Agilent Technologies
Den Grundstein gelegt (von links): Wirtschaftsminister Nils Schmid, Agilent-Konzernchef Mike McMullen und Geschäftsführer Manfred Seitz. Agilent Technologies
05.11.2015

Agilent investiert 45 Millionen Euro in Waldbronn: Wirtschaftsminister Nils Schmid bei der Grundsteinlegung dabei

Waldbronn. Viele Pforzheimer werden das Waldbronner Unternehmen Agilent Technologies Deutschland noch unter dem früheren Firmenamen Hewlett-Packard (HP) kennen. Seit 1978 ist der Messtechnik-Spezialist dort ansässig – damals noch unter dem Dach des Computerriesen.

Die Mitarbeiterzahl in Waldbronn stieg seither von 80 auf 800 – weltweit sind es inzwischen 12 000.

Dass ein US-Konzern mit Sitz im kalifornischen Silicon Valley 45 Millionen Euro in einen Standort zwischen Karlsruhe und Pforzheim investiert, sei längst nicht selbstverständlich, machte gestern Geschäftsführer Manfred Seitz deutlich. Die Investitionsentscheidung spreche auch für die Qualität der Mitarbeiter, von denen rund 100 aus Pforzheim und dem Enzkreis kommen. Seitz selbst wohnt in Keltern. „Gemeinsam wollen wir die Welt ein bisschen besser machen“, heißt es in der Firmenphilosophie. Und die Praxis gibt dem Recht: Agilent-Produkte werden zur Entwicklung von neuen Medikamenten, zur Kontrolle von Lebensmitteln, in der Krebsforschung und bei Dopingkontrollen eingesetzt. Auch Wirtschaftsminister Nils Schmidt sprach bei der Grundsteinlegung von einem „guten Tag für alle Beteiligten.“ Agilent trage mit dieser Investition dazu bei, dass Baden-Württemberg in der Labor- und Messtechnik ein weltweit führender Standort bleibe. Der Neubau mit offen und transparent angelegten Büro- und Laborarbeitsflächen ist als dreigeschossiges Gebäude mit 16 200 Quadratmetern Nutzfläche konzipiert. Das schafft 60 Prozent mehr Platz für Forschung, Entwicklung und Marketing. Dort sollen auch Servicetechniker und Kunden in der Anwendung der Geräte geschult werden. Agilent rechnet mit einer Investition von über 20 Millionen Euro allein für das eigentliche Bauvorhaben. Das sei, so Seitz, das bisher größte Bauvorhaben des US-Konzerns in Deutschland.

Dazu kommen Investitionen in die Modernisierung der Energieversorgung, daran sollen auch der Waldbronner Eistreff und das Freibad angeschlossen werden. Im Jahr 1999 wurde der Messtechnikbereich von HP abgespalten und seither unter dem Namen Agilent Technologies weitergeführt. Heute werden Kunden in mehr als 100 Ländern mit Messgeräten für die Bereiche Life Sciences, Diagnostik und Chemie versorgt. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte der US-Konzern einen Umsatz von weltweit vier Milliarden US-Dollar.