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23.07.2015

Altersvorsorge drohen noch tiefere Zinsen

Düsseldorf. Künftige Kunden von Lebensversicherungen müssen sich nach Einschätzung von Branchenexperten auf weitere Einschnitte beim Garantiezins einstellen. Nach 2016 könnte der sogenannte Höchstrechnungszins weiter unter Druck geraten, sagte am Mittwoch der Vorstandsvorsitzende der einflussreichen Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), Wilhelm Schneemeier.

Aus seiner Sicht müssen die Garantien „nicht zwingend niedriger werden, aber in jedem Fall über eine kürzere Laufzeit zugesagt werden.“ Die DAV-Versicherungsmathematiker hatten Anfang des Jahres empfohlen, den Garantiezins für Neuverträge des Altersvorsorgeklassikers 2016 bei derzeit 1,25 Prozent zu belassen. Die endgültige Entscheidung trifft das Bundesfinanzministerium.

Mitte der 1990er-Jahre lag der Garantiezins bei vier Prozent. Angesichts der Niedrigzinsen am Kapitalmarkt sinkt er seit geraumer Zeit. Lebensversicherungen müssen vor allem in festverzinsliche Wertpapiere investieren, die kaum noch etwas abwerfen.