nach oben
Tragfähige Lösung gefunden (von linsk): Hugo E. Jung, Daub-Vertriebsleiterin Gabriele Farr und Geschäftsführer Kurt Daub. Privat
Tragfähige Lösung gefunden (von linsk): Hugo E. Jung, Daub-Vertriebsleiterin Gabriele Farr und Geschäftsführer Kurt Daub. Privat
04.11.2016

Andreas Daub übernimmt Medaillon-Produktion

Gute Nachrichten für die Beschäftigten von Merz Export und Andreas Daub sowie die Pforzheimer Schmuckindustrie. Hugo E. Jung und Kurt Daub berichten, dass die Firma Daub im Januar 2017 die Produktion der Pressware der ehemaligen Pforzheimer Schmuckfabrik Kordes & Lichtenfels von Merz Export übernehmen wird.

„Ein Verkauf der Maschinen und Werkzeuge nach Fernost kam für mich nie in Betracht. Mir war es sehr wichtig, dass meine langjährigen Mitarbeiter weiterhin einen sicheren Arbeitsplatz in der Goldstadt haben“, erläuterte Hugo E. Jung beim Pressegespräch. „Die konkurrenzfähigen, gepressten Schmuckstücke, auf einem sehr hohen Niveau in Pforzheim produziert, passen optimal zu unserer Fertigung und Philosophie. Die Medaillons als Nischenprodukt sowie Kreuze, Ohrschmuck, Anhänger und Herrenschmuck in Gold und Silber ergänzen unsere Kollektion ideal“ – fügte Kurt Daub hinzu, der auf die Erfahrung und Flexibilität der übernommenen Merz-Mitarbeiter setzt. Die 1884 gegründete Firma Kordes & Lichtenfels stellte im Jahr 2001 die Produktion in Pforzheim ein. Hugo E. Jung, seit 1951 in der Schmuckindustrie tätig und Geschäftsführer von Hugo E. Jung und Merz Export, verhinderte damals den Verkauf der Maschinen und Werkzeuge ins Ausland. Mit 14 engagierten Mitarbeitern aus dem ehemaligen K&L-Team startete er im Herbst 2001 erfolgreich wieder die Produktion. „Wir haben dem Abwärtstrend in unserer Branche widerstanden und sind vor allem im Bereich Medaillons der führende Hersteller.“ Altersbedingt möchte es der Unternehmer nun etwas ruhiger angehen lassen. Edelstahlschmuck und gegossene Schmuckstücke werden weiterhin von Merz Export vertrieben.

Die Firma Andreas Daub, gegründet 1874 und in fünfter Generation von Kurt Daub geleitet, produziert mit derzeit 91 Mitarbeitern im neuen Firmengebäude auf der Wilferdinger Höhe noch alles selbst in der Goldstadt. Zum einen fertigt man im OEM-Bereich Schmuck für Markenanbieter, zum anderen für die eigene Andreas Daub Kollektion. „Die Infrastruktur und das Fachwissen hier im Kreis Pforzheim sowie die sehr gut ausgebildeten und langjährigen Mitarbeiter sind unser größtes Kapital. Wir sind innovativ unterwegs und haben als erster Schmuckproduzent weltweit eine Edelstahlkollektion für Herren (ADAMO) auf den Markt gebracht“, ergänzt Daub. „Mit der Entwicklung der hochwertigen Keramikkollektion 1400° Celsius – kombiniert mit Gold und auch Brillanten – konnten wir uns ein weiteres Nischenprodukt schaffen.“

Die Andreas Daub Kollektion umfasst Armreife, Ketten und Armbänder, Ohrschmuck und Anhänger, Ringe, Kreuze, Broschen und Herrenschmuck in Gold, Silber und Edelstahl. „Die ebenfalls auf einem technisch sehr hohen Stand produzierte Pressware der Firma Merz und speziell die Medaillons, passen ideal in unser Sortiment.“ Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, damit die neuen Mitarbeiter gleich im Januar im Daub-Gebäude produzieren können, wohin auch die Maschinen und Werkzeuge umziehen.