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Wichtigstes Produkt im Apple-Konzern ist das Smartphone. Foto: Seidel
Wichtigstes Produkt im Apple-Konzern ist das Smartphone. Foto: Seidel
28.01.2016

Apple schwächelt bei Verkaufszahlen des iPhones

Apple steuert auf den ersten Rückgang der iPhone-Verkäufe seit dem Start im Jahr 2007 zu. Der Absatz werde im laufenden Quartal wohl niedriger als vor einem Jahr ausfallen, sagte Konzernchef Tim Cook. Zuletzt gelang Apple im Weihnachtsgeschäft Apple gerade noch ein schmales Plus von 0,4 Prozent auf 76,8 Millionen Geräte. Das reichte aus, um knapp einen neuen Rekordgewinn von 18,4 Milliarden Dollar (17 Milliarden Euro) einzufahren. Der Konzern sitzt jetzt auf einem Geldberg von 216 Milliarden Dollar.

Apple verwies auf eine schwache Konjunktur in mehreren wichtigen Märkten und massiven Gegenwind durch den starken Dollar. Das drückt die Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung für die Bilanz. Cook sprach von „extremen Bedingungen, wie wir sie noch nie erlebt haben“. Die Aktie, die schon seit Monaten auf Talfahrt ist, verlor gestern vorbörslich über 3,5 Prozent.

Der Quartalsumsatz legte im Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um 1,7 Prozent auf 75,87 Milliarden Dollar zu, wie der Konzern nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Ohne die negativen Währungseffekte hätte es ein Umsatzplus von acht Prozent gegeben, betonte Cook.

Das Weihnachtsgeschäft kurz nach dem Start neuer iPhone-Modelle ist traditionell das wichtigste Quartal für Apple. Vor einem Jahr hatte der Konzern in dem Zeitraum 18,02 Milliarden Dollar (16,6 Milliarden Euro) verdient. Damals waren die iPhone-Verkäufe mit dem Start der ersten Modelle mit deutlich größeren Displays um 46 Prozent hochgesprungen. Jetzt legte immerhin der durchschnittliche Verkaufspreis pro iPhone im Jahresvergleich um vier auf 691 Dollar zu. Dabei hätten ihn die ungünstigen Währungs-Kurse um 49 Dollar nach unten gedrückt, betonte Finanzchef Luca Maestri.

Das iPhone ist das wichtigste Produkt von Apple und steuerte im vergangenen Quartal 68 Prozent der Umsätze bei.