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01.03.2018

Arbeitslosigkeit im Nordschwarzwald geht weiter zurück - Pforzheim bleibt Schlusslicht

Pforzheim. Nach dem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen im Nordschwarzwald im Februar schon wieder zurückgegangen. 11 536 Männer und Frauen waren Ende Februar ohne Arbeit, 333 weniger als im Januar und 1379 weniger als vor einem Jahr, teilte gestern die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim mit. Die Arbeitslosenquote – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen – ging um 0,1 auf 3,5 Prozent zurück. Im Februar 2017 hatte sie noch bei 3,9 Prozent gelegen.

Normalerweise steigt aufgrund saisontypischer Einflüsse die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen von Januar auf Februar deutlich. Das sei in diesem Jahr trotz Frost und Schnee ausgeblieben. Seit September 2016 liegt die Zahl der Arbeitslosen im Nordschwarzwald damit durchgehend unter der des jeweiligen Vorjahresmonats. Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat im Februar deutlich zugenommen.

Im Februar meldeten sich 3570 Männer und Frauen neu arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr waren dies 338 weniger. Gleichzeitig konnten in den vergangenen vier Wochen 3900 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Aktuell werden 47,7 Prozent aller Arbeitslosen im Agenturbezirk Nagold-Pforzheim von der Agentur für Arbeit und 52,3 Prozent durch eines der vier Jobcenter betreut. Unter den sieben Geschäftsstellen im Nordschwarzwald hat Mühlacker mit 2,6 Prozent den besten Wert. Es folgen Calw mit 2,8 Prozent, Nagold und Horb mit jeweils 2,9 Prozent, Freudenstadt mit 3,2 Prozent und Bad Wildbad mit 4,0 Prozent. Die unterschiedlichen Strukturen innerhalb des Agenturbezirks haben auch im Februar zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,4 Prozent im Enzkreis und 6,1 Prozent im Stadtkreis Pforzheim.

Im Enzkreis ging die Arbeitslosenquote von Januar auf Februar um 0,1 auf 2,4 Prozent zurück. Im Februar 2017 lag sie noch bei 2,9 Prozent. Hinter Biberach (2,3 Prozent) belegt der Enzkreis, gemeinsam mit dem Hohenlohekreis und dem Landkreis Rottweil, Platz zwei in Baden-Württemberg. Insgesamt waren 2658 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, davon 1437 (54,1 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1221 (45,9 Prozent) in der Grundsicherung. Im Februar wurden 368 Stellenangebote gemeldet. Derzeit sind 1237 offene Stellenangebote im Bestand, 242 mehr als im Februar 2017.

In der Goldstadt sank die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent zurück. Im Februar 2017 lag sie noch bei 6,8 Prozent. Hinter Heilbronn (5,2 Prozent) belegt Pforzheim damit den letzten Platz unter allen Stadt- und Landkreisen im Südwesten. Insgesamt waren 4044 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1452 (35,9 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 2592 (64,1 Prozent) in der Grundsicherung. Im Februar wurden 315 Stellenangebote gemeldet. Das waren 69 mehr als im Vormonat und 18 oder 6,1 Prozent mehr als im Februar 2017. Derzeit sind 961 unbesetzte Stellen im Bestand, 133 mehr als vor einem Jahr.