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Aufgrund der milden Witterung und der guten Konjunktur hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim weiter verbessert.
Aufgrund der milden Witterung und der guten Konjunktur hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim weiter verbessert. © Symbolbild PZ
02.11.2016

Arbeitslosigkeit in Pforzheim und dem Enzkreis sinkt weiter

Pforzheim/Enzkreis/Kreis Calw. Aufgrund der milden Witterung und der guten Konjunktur hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim weiter verbessert. Am Zähltag Mitte Oktober waren 12178 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 609 oder 4,8 Prozent weniger als im September. Erfreulich ist auch der Vergleich zum Vorjahr: Im Oktober 2015 waren noch 387 oder 3,1 Prozent mehr Menschen ohne Job. Damit hat die Arbeitslosigkeit im Nordschwarzwald einen neuen Tiefstand in einem Oktober erreicht).

Die Arbeitslosenquote – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen – ging innerhalb der letzten vier Wochen um 0,2 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent zurück. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,9 Prozent.

"Trotz des Flüchtlingszustroms konnten wir mit unseren vielfältigen Aktivitäten zu einer weiteren Entlastung am Arbeitsmarkt beitragen. Die Integration der Zuwanderer in den Arbeitsmarkt braucht Zeit, aber immer mehr geflüchtete Menschen verfügen nun über ausreichende Deutschkenntnisse, um eine Ausbildung oder Arbeit aufnehmen zu können. Das freut mich umso mehr, als wir von rund 250 Unternehmen die Zusage haben, Beschäftigungsmöglichketen für Flüchtlinge mit Deutschkenntnissen anzubieten“, so Martina Lehmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Nagold-Pforzheim.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat im Oktober wieder deutlich zugenommen. Dem Arbeitgeberservice wurden insgesamt 1420 zu besetzende Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 235 oder 19,8 Prozent mehr als im September und 155 oder 12,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung in den Landkreisen und der Stadt Pforzheim

Die unterschiedlichen Strukturen innerhalb des Agenturbezirkes haben auch im Oktober zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,7 Prozent im Enzkreis und 6,7 Prozent im Stadtkreis Pforzheim.

Stadt Pforzheim

Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent zurück. Vor einem Jahr lag sie noch bei 7,1 Prozent. Damit verzeichnet Pforzheim zwar den deutlichsten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr innerhalb des Agenturbezirks, bleibt aber Schlusslicht in Baden-Württemberg. Insgesamt waren 4295 Personen arbeitslos gemeldet, davon 1403 (32,7 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 2892 (67,3 Prozent) in der Grundsicherung.

Enzkreis

Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent zurück. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 2,7 Prozent. Damit belegt der Enzkreis, nach Biberach (2,4 Prozent) und dem Bodenseekreis (2,6 Prozent), Platz drei in Baden-Württemberg. Insgesamt waren 2882 Personen arbeitslos gemeldet, davon 1553 (53,9 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1329 (46,1 Prozent) in der Grundsicherung.

Landkreis Calw

Die Arbeitslosenquote ging von September auf Oktober um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent zurück. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,6 Prozent. Insgesamt waren 2881 Personen arbeitslos gemeldet, davon 1458 (50,6 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1423 (49,4 Prozent) in der Grundsicherung.

Geflüchtete Menschen am regionalen Arbeitsmarkt

Im Oktober waren im Agenturbezirk Nagold-Pforzheim 2047 Geflüchtete als Arbeitsuchende gemeldet, darunter waren 853 arbeitslos. Arbeitsuchende Geflüchtete, die nicht arbeitslos sind, nehmen insbesondere an Integrationskursen oder arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil oder gehen einer Erwerbstätigkeit nach.

Stellenmarkt

Die Nachfrage nach Arbeitskräften im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim ist weiterhin hoch. Mit aktuell 4484 gemeldeten Arbeitsstellen im Bestand wird der Vorjahreswert um 449 oder 11,1 Prozent überschritten.

Gesucht werden insbesondere Fachkräfte im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen, im verarbeitenden Gewerbe, im Gastgewerbe, in der Logistik und in vielen Handwerksberufen.