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Aus Kamps wird wieder Stefansbäck.
Aus Kamps wird wieder Stefansbäck © dpa
13.09.2010

Aus Kamps wird wieder Stefansbäck

STUTTGART/PFORZHEIM. Das führende Stuttgarter Bäckerei-Unternehmen Max Lang übernimmt zum 1. November die ehemalige Stefansbäck-Produktionsstätte in Freiberg am Neckar sowie rund 130 Filialen im Südwesten von der Kamps GmbH in Schwalmtal. Kamps hat auch mehrere Filialen in Pforzheim und Mühlacker. Für Mitarbeiter und Kunden bedeutet dieser Schritt das Wiederaufleben des Traditionsnamens „Stefansbäck“.

Innerhalb der nächsten sechs Monate wird die Umstellung der jetzt erworbenen Filialen, die weiterhin im Franchising betrieben werden, von Kamps auf Stefansbäck erfolgen. Zudem übernimmt die Bäckerei Lang alle Mitarbeiter sowie die Produktion von Kamps in Freiberg. Die beiden Filialmarken „Stefansbäck“ und „Bäckerei Lang“ werden unabhängig voneinander geführt werden, wobei die Produkte künftig aus Freiberg am Neckar kommen.

Hierzu werden in den nächsten zwölf Monaten die Produktion und Verwaltung der Bäckerei Lang mit Stefansbäck am Standort Freiberg zusammengelegt.
Wie eine Sprecherin von Kamps bestätigte, ist die Trennung Teil der Umstellung auf die sogenannten Backstuben, größere Bäckereien mit Erlebnischarakter in Toplagen.

„Kamps hat sich bundesweit von 230 seiner 900 Filialen getrennt, um sich auf das neue Konzept konzentrieren zu können“, sagte sie. Im Südwesten seien deshalb 130 Filialen an die Bäckerei Lang abgegeben worden.
Im Zuge der Produktionsverlagerung nach Freiberg und der aufgrund der Zusammenlegung deutlich steigenden Produktionsmengen wird die Bäckerei Lang erheblich in den Ausbau des Standortes Freiberg investieren.

Seit Unternehmensgründung vor 75 Jahren befand sich die Backstube im Stuttgarter Stadtteil Ostheim. In jüngster Zeit kam es vermehrt zu Konflikten mit Anwohnern und Behörden aufgrund von Lärmentwicklung im laufenden Betrieb.
Da die Stefansbäck-Backstube lediglich 20 Kilometer von der Lang- Backstube entfernt liege und verkehrstechnisch gut angebunden sei, würde jedem Mitarbeiter dort ein Arbeitsplatz angeboten.

Betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben, erklärte Christoph Lang, geschäftsführender Gesellschafter der Bäckerei Lang. Christian Dinkelacker, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter und seit einigen Jahren am Unternehmen beteiligt, ergänzte: „Wir sind stolz darauf, mit Stefansbäck einen süddeutschen Traditionsnamen wiederbeleben zu können.