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Pforzheimer Gastronomen machten im Vorjahr vor dem CongressCentrum auf ihre prekäre Situation während des Lockdowns aufmerksam. Auch das CCP verzeichnete deutliche Umsatzrückgänge. Archiv foto: Meyer 

Ausgefallene Messen: Auch CCP von zahlreichen Absagen betroffen

Pforzheim. Es sollte das beste Jahr der Unternehmensgeschichte der Messe Stuttgart werden. Dann versetzte die Corona-Pandemie nach zwei Monaten das komplette Messegeschäft in den Stillstand. Seit März 2020 fanden am Standort Stuttgart keine Messen mehr statt. Die Vollbremsung ohne Ankündigung wirkt sich auf die jetzt vorgelegten Geschäftszahlen der Landesmesse Stuttgart GmbH aus. Die Messe Stuttgart schließt das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Gesamtertrag in Höhe von rund 59 Millionen Euro ab. Mit einem Fehlbetrag in Höhe von rund 18 Millionen Euro ist das Ergebnis weit entfernt von den Überschüssen der Vorjahre.

Auch das CongressCentrum Pforzheim blickt auf ein sehr schwieriges Geschäftsjahr mit großen Umsatzeinbußen zurück. Während im Jahr 2019 die Umsätze noch bei 780.000 Euro lagen, blieb das Jahr 2020 mit 442 000 Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau. „An diesem pandemiebedingten Rückgang um rund 43 Prozent hatten zahlreiche ausgefallene Tagungen und Verbandsversammlungen, aber auch die Absage kultureller Veranstaltungen wie beispielsweise Konzerte und Comedy-Formate einen Anteil“, sagte am Freitag WSP-Chef Oliver Reitz auf PZ-Anfrage. Ganz wesentlich war aber auch in Pforzheim der Ausfall verschiedener Messen, insbesondere der für den Raum Pforzheim, aber auch unmittelbar für das CCP sehr bedeutenden „Stanztec“. Andererseits führten die Größe und die Flexibilität der CCP-Säle dazu, dass Abschlussprüfungen, Gremiensitzungen oder weitere Formate, die nur unter Einhaltung größerer Abstandsgebote durchführbar waren, die im regulären Geschäft zu verzeichnenden Umsatzausfälle etwas kompensieren konnten.

Lothar Neff

Lothar Neff

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